DIE WELT HINTER DER WELT – ELVI NELLE

Schreibwettbewerb für Horror-Autoren

Es gibt eine Welt, die sich hinter unserer versteckt, und sich „Welt hinter der Welt nennt“.

Dort leben Elfen verbannt in die Nacht, und Zampire verflucht dazu,  sich im Schatten des Tages zu

verstecken, seit einem Kampf der vor Jahrhunderten stattfand.

In unserer Welt haben wir Edgar, der sein Leben lang gutmütig und hilfsbereit war, aber immer         im Schatten lebte, und Marie,  die immer nett sein wollte, aber egal was sie tat, es wendete sich

immer zum Schlechten.

Als Marie einen älteren Herren über die Straße half, wäre dieser fast gestorben, denn  ein

Bankräuber auf der Flucht schoss genau in diesen Augenblick auf einen Verfolger, da Edgar denselben Weg nahm, rettete er dem alten Mann das Leben, denn die Kugel traf ihn.

In der ganzen Aufregung nahm keiner Notiz vom ungewollten Helden, nur Marie wurde mitgenommen, da man sie für die Komplizin des Räubers hielt.

 

*********

 

In der Welt hinter der Welt geschah zeitgleich etwa folgendes:

Scylla missachtete mal wieder die Ausgangssperre und blieb bis zum Morgengrauen außerhalb der Schutzzonen.

Eigentlich ein Geschöpf der Sonne,  verbannt in die Nacht, war Scylla eine sehr unzufriedene

Elfe, die gerne gegen Regeln verstieß.

Levian, ein Zampir hatte sich ebenfalls aus seinem Dorf geschlichen, und genoss den Vollmond,

Die Morgendämmerung war der einzige Moment, in dem es beiden Arten erlaubt war, gleichzeitig

zu wandeln.

Levian wusste von den Lagern, in denen  die Herrscher all jene verwahrten die gegen die Gesetze

verstoßen hatten, was aber nicht bedeutete, daß dort nur gefährliche Kreaturen eingesperrt

waren, denn wie so oft unterlag es der Willkür derer, die herrschen, was Recht und was Unrecht

ist.

Die Unsterblichen, einer aus jedem Volk und als Sieger aus einem grausamen Kampf hervorgegangen,

herrschten mit eiserner Hand über die Welt hinter der Welt und meist sprachenisie Recht zum Nutzen Ihrer Intrigen.

Levian war diese Ungerechtigkeit leid  und feilte bereits seit langer Zeit an einem Plan, etwas zu bewegen, da die Unsterblichen seine Mutter gefangen hielten.

Sie hatte es gewagt , Essen an die Grenze zum Elfenreich zu stellen. Da die Elfen in die Nacht verbannt waren, galten Lebensmittel dort als unbezahlbar, Essen wurde nur knapp verteilt von den Unsterblichen, das beste und meiste behielten sie selbst.

Scylla hingegen bewegten Rachegefühle und Blutdurst, einst ein reines Wesen und voller Unschuld,

hatte der Fluch alles in Ihr zerbrochen.

Ihr Vater war vor vielen Jahren  in das Zampirreich geritten, um Verbündete zu finden, und kehrte

niemals zurück.

Seit jenem Tag war Scylla überzeugt, daß die Zampire ihn als Mahlzeit genossen hatten, und Nacht für Nacht  dachte sie nach, wie sie die Zampire vernichten könnte.

 

*******

 

Edgar saß verzweifelt daheim und googelte nach den zehn besten Methoden des schmerzfreien

Selbstmordes, als ihm ein Link ins Auge stach, der auf eine Welt hinter der Welt verwies.

Neugierig und abgelenkt von seinem eigentlichen Vorhaben, öffnete er diesen, dort wurde

etwas über eine geteilte Welt, von Elfen und Zampiren berichtet, auch stand dort einiges  von

einem geheimen Übergang von unserer in Ihre Welt.

Völlig in den Bann der Geschichte gezogen, vergaß er alles um sich herum, und verbrachte den

Rest der Nacht, damit das Internet nach weiteren Informationen zu durchstöbern.

 

Marie  konnte nach vielen Fragen glaubhaft Ihre Unschuld versichern, und durfte nach Hause gehen.

Dort wollte sie nur noch unter die Dusche und dann mit einem Glas Wein gemütlich aufs Sofa, vielleicht noch etwas lesen, oder die Mails checken.

Sie fand zwischen diesen eine seltsame, irgendetwas von einer Welt hinter der Welt, neugierig begann sie zu lesen was sollte heute noch schlimmer kommen?!

 

*******

 

Levian war es dank seines ausgefeilten Planes gelungen, ins Lager zu kommen, er war völlig überwältigt von den Massen der Kreaturen, so viele wurden hier eingepfercht, Elfen, Zampire, sogar ein Gehege mit den kostbaren Nachtmahren und Einhörnern, kleine Kobolde und Ogers, und allerlei

Kreaturen die Ihm fremd waren.

Endlich fand er die Zampirschlafhallen, jetzt galt es schnellstens seine Mutter zu befreien und zu verschwinden, ehe er noch bemerkt werden würde.

********

 

Scylla müsste nun bald in die Höhlen der Schutzzone verschwinden, sonst würde man sie noch einfangen und in ein so grässliches Lager stecken, von denen Sie gehört hatte, und das würde Sie nicht ertragen.

Die Sonne schob sich am Horizont bereits  über die Bergkette, es war also höchste Zeit, wenn sie

doch nur einmal diesen wunderbaren Feuerball genießen könnte, aber es half ja nichts, sie lief

schnell den Hügel herunter, und wollte grade durch den Schutzzaun schlüpfen, als sie Hufschläge

rasant näher kommen hörte.

*******

 

Edgar und Marie hatten beide die gleichen Informationen gelesen, und beide wurden von einer

ungewöhnlichen Neugier getrieben.

So begegneten sie sich das erste Mal an der Kirche, in deren Krypta sich das Portal befinden sollte.

Beide waren völlig verdutzt, als sie sich gegenseitig mit den Taschenlampen anstrahlten.

*******

 

Levian hatte seine Mutter befreit, und befand sich auf dem Weg nach draußen.

Allerdings hatten sie noch einen Elf im Schlepptau, seine Mutter hatte darauf bestanden, und wollte ohne Ihn nicht weg.

Somit hatte er auch noch ein weiteres Risiko auf sich genommen, und war auch noch zu dem Bereich der Elfen vorgedrungen.

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Scylla indessen, lag bewusstlos quer über einem der Nachtmahre, den einer der Jäger der Unsterblichen ritt.

Da die Sonne schon aufgegangen war, hatte er es gleich genutzt, um mal wieder einen Elfen ins Lager

zu schaffen, den dort brauchte man immer Arbeiter um die Felder zu bestellen.

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Marie und Edgar sprachen nun schon fast seit einer Stunde, über den Grund Ihres  überraschenden

Zusammentreffen , und mussten sich nun entscheiden, was sie jetzt unternehmen wollten.

Die Tendenz ging aber in die Richtung  gemeinsam zu versuchen, das Portal zu betreten.

Also begaben sie Sich auf den Weg hinunter in die Krypta, zu zweit fühlten sie sich viel sicherer

und auch zueinander hingezogen .

Schnell fanden sie den Eingang der unter dem Sarkophag des ersten Priesters der Stadt versteckt lag.

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Eigentlich wären am Tag Zampire nicht auffällig gewesen, so hätte Levians Plan ausgesehen, sich und seine Mutter in Sicherheit zu bringen, jetzt jedoch mit dem Elf dabei, sah es anders aus, den durfte im Tageslicht niemand entdecken, folglich schlichen sie durch den Wald geschützt durch den Schatten der Bäume.

Levian sah die glühenden Augen des Nachtmahrs schon bevor das Donnern der Hufe erklang.

Zeit zu verschwinden blieb keine, es sah aus als sei Ihre Flucht nun vorbei.

Er bereitete sich innerlich schon darauf vor, den Rest seiner Zeit im Lager zu verbringen, wenn sie ihn

nicht sogar töten würden, als der Elf sich dem Nachtmahr in den Weg stellte, Levian hatte grad noch Zeit  sich zu fragen warum er für einen lebensmüden Elf sein Leben riskiert hatte.

 

Statt den Elfen  mit seinen Hufen zu zermalmen, blieb  das verfluchte Pferd wie festgenagelt  stehen,

verlor jedoch dadurch seinen Reiter und wohl auch einen Gefangenen, der Mahr regte sich nicht, aber der Reiter, eine der furchtbaren Kreaturen, die die Unsterblichen gerne durch Experimente erschaffen, war bereits wieder auf den Beinen, jetzt galt es schnell zu reagieren, wobei  Levian nicht viel Hoffnung hegte, denn diese Kreaturen galten als unbesiegbar.

Plötzlich riss der Boden auf und ein wunderschönes blaues Licht zog alle in Seinen Bann, der Reiter ging direkt darauf zu, allerdings kam auch etwas heraus, zwei Umrisse wurden schnell deutlicher,

Menschen, aber das konnte ja nicht sein, denn die kannte man nur aus Legenden, und Legenden sprachen meist von toten ,vergangenen Dingen, Levian reagierte blitzschnell und  schlich, sich hinter die Kreatur, um sie mit einem kräftigen Stoß  in die Lichtquelle z befördern.

Wo auch immer die Ursache des Leuchtens lag,  es erlosch langsam, aber auch der Reiter war wie vom Erdboden verschluckt.

 

 

Der Nachtmahr erinnerte sich an sein Leben als Einhorn, und stand sichtlich gezähmt auf einer Lichtung und graste friedlich vor sich hin.

Ein Stück entfernt saßen fünf Gestalten und tauschten aufgeregt ihre Geschichten aus.

Ein Zuhörer hätte folgendes erfahren…..

Der Elf war niemand anderes als Lefikus , der Vater von Scylla, der niemals bei den Zampiren angekommen war, sondern kurz vor seinem Ziel von den Häschern der Unsterblichen gefangen genommen  und in das Lager verschleppt war,  und dort eine Freundschaft mit  Thiriatas, Scylla`s Mutter schloss.

Lefikus und Thiritas, beide der Magie mächtig ,woben seit langer Zeit an einem Plan, die Unsterblichen zu entthronen.

Natürlich wissen wir wer die beiden Menschenkinder sind, Edgar und Marie die durch das Tor die Welt hinter der Welt betreten haben, und  sie spielen nur eine kleine, aber wichtige Rolle im Fortgang der Geschichte und dem Schicksal der Welt hinter der Welt.

Scylla berichtete von ihren Racheplänen, und einiges davon sollte hilfreich werden, Leviatan konnte sein Glück kaum fassen, er hatte seine Mutter zurück und die Liebe seines Lebens saß ihm gegenüber, denken konnte er kaum.

 

 

So ergab es sich, das sie den Plänen des Elfen und der Zampirin folgten, und alle gemeinsam im Schatten des Waldes zu den Türmen der Unsterblichen ritten, der Mahr hatte seine Herde gerufen, und alle waren gefolgt, ein  Reittier für jeden und eine noch größere Herde im Rücken, und durch die Urgewalt der Herde schlossen viele weitere Kreaturen auf.

 

Es war eigentlich recht simpel, der einzige Schwachpunkt der Herrscher lag darin, daß sie niemals in der Abenddämmerung draußen sein durften, jede Tageszeit war recht, aber niemals in der Stunde  in der die Sonne untergeht und der Mond die Nacht erhellt.

Folglich musste man sie herauslocken, wenn die große Mutter noch alles erstrahlen lässt, und Gevatter Diondys noch nicht zu sehen war.

Das Tyrannenpaar war äußerst vorsichtig was diese Lichtwandlung betraf, somit mussten unsere Helden List und Tücke anwenden.

Gemeinsam hatten sie einen Plan entworfen, der an Niedertracht nicht zu überbieten war, aber Feuer muss man mit Feuer bekämpfen.

 

Lefikus stellte sich dem Herrscherpaar als erstes, und lockte es im Schein der großen Mutter heraus.

Verwundert über das Erscheinen eines totgeglaubten Feindes traten sie gemeinsam ins Sonnenlicht, beschreiben kann  keine Kreatur sie, denn man kann sie nicht erblicken, man fühlt sie, aber sehen kann man sie niemals.

Der Elf verfügte über so viel Wissen das er als großer Feind viel Aufmerksamkeit im Reich genoss, und nur deswegen konnte es ihm gelingen, sie zu sich zu locken.

Während  sich die Unerblickten noch im Grübeln befanden, was all das zu bedeuten hatte, befand sich Scylla gemeinsam mit Leviatan schon im Rücken der Unbesiegten, um lediglich die Tore des Palasts zu verbarrikadieren, nicht mit Stöcken, nein, mit einem mächtigen Zauber den ihnen Lefikus und Thiritas beigebracht hatten.

Aber auch Marie und Edgar ereilte der Heldenstatus, den auch Sie hatten eine Rolle zu spielen.

Um die Unsterblichen zu vernichten, waren drei Opfer erforderlich, ein verwunschenes Tier, einst reinste Unschuld, und nun vom bösen beseelt, musste sich freiwillig hingeben,  und ein Geschöpf dieser Welt, das liebte und sich ebenfalls aus freiem Willen stellte, und das schwierigste, für unmöglich gehaltene, ein Mensch, der sich hier verliebt hatte, in ein Geschöpf der Welt hinter der Welt.

Diese Konstellation galt als unmöglich, den allein der Gedanke das ein Mensch hierher kommen würde, war nicht einmal erwägbar, und all die andern Dinge zeitgleich zu erfüllen,  galt ebenfalls als unerfüllbar  und wog die Herrscher somit stets in Sicherheit, und lies sie vergessen das diese Möglichkeit existent war.

Nun waren Edgar und Marie keineswegs ein Paar, eher wie Geschwister, und Levian hatte sich vom ersten Augenblick an in Marie verliebt, und auch Scylla empfand viel für Edgar, aber die Wahl erschien schwer und federleicht, den tiefere Liebe wie Lefikus zu Thiranus empfand, war unmöglich, und Lefikus der Elf war ein Halbling, geboren in dieser Welt, von einer Mutter aus der unsrigen.

Sie ging eines Tages fort, und gebar in der unsrigen Welt zwei Kinder, die sich nicht behalten konnte, da jeder Blick auf ihre Kinder sie so sehr tief im Herzen schmerzte und immer an ihre Liebe erinnerte.

 

Das erste Opfer war gewählt und bereit,  und das Einhorn, das den Namen Strigos trägt, war nun auch aus reinstem Herzen gewillt, für seine Zeit als Nachtmahr zu büßen, und Marie stellte sich ebenfalls in den Weg der Unsterblichen.

 

Nachdem die Tyrannen bemerkten das ihnen der Rückweg verwehrt blieb, gingen Marie, Lefikus und Strigos, alte Bannsprüche  auf den Lippen murmelnd gemeinsam auf sie zu und trieben sie immer weiter fort vom rettenden Knochenturm, bis sie schließlich vor dem verfluchten See standen.

Es heisst das aus diesem See diese Welt geboren sei, und das nur dieser See sie wieder vernichten könnte, im See sollte  etwas unvorstellbares hausen, so etwas wie ein Cthulu,  Ouroborus, ein Urwurm, ein Monster, etwas das alles gebären und auch wieder verschlingen kann.

 

Gemeinsam gelang diesen unterschiedlichen Wesen, was jahrhundertelang von einzelnen nicht erreicht werden konnte, sie trieben die Unerblickten unerschrocken  erst am Strand entlang und dann langsam in die Wellen, die stetig anstiegen, plötzlich erschien ein meterhoher Schatten am Himmel der direkt  dem Kern der Erde entsprungen schien.

Ein gigantisches Maul mit messerscharfen Zähnen bewehrt öffnete sich und schob sich zeitlupenhaft über die Gestalten der angeblich Unsterblichen.

Kaum war das Maul geschlossen verdunkelte sich der Himmel um direkt danach im strahlendsten Blau wieder zu kehren.

Ein Regenbogen umspannte die gesamte Welt hinter der Welt,  und aus jeder Ritze

kamen die erstaunlichsten Kreaturen, die sich all die Jahrhunderte verstecken mussten hervor, und ein lautes Trappeln und Donnern kündete von weiteren  Kreaturen die auf dem Weg zum Knochenturm waren, um die Freiheit zu feiern.

 

Einige Wochen später strahlte die düstere Festung im Glanz der großen Mutter und im Bann der Liebe in voller Pracht, denn es gab Hochzeit zu halten, nein Hochzeiten….

Strigos wird wohl der einzige Nachtmahr sein, in der Geschichte der Welt hinter der Welt, der eine Einhorn Herde anführte.

Unsere Helden wurden gefeiert, wie zuvor kein Herrscherpaar…..

 

[Gesamt:12    Durchschnitt: 3.8/5]

2 Antworten

  1. Franzi E. sagt:

    Tolle Kurzgeschichte 😎❤️

  2. Holger Richter sagt:

    ich weiß nicht recht, was ich von dieser Geschichte halten soll. Irgendwie fehlt mir da was, vielleicht mehr Details, ausführlichere Beschreibungen. Einige originelle Ideen sind auf jeden Fall drin.

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