KIND DES MONDES – SABRINA VANEVELD

Schreibwettbewerb für Horror-Autoren

Es ist finstere Nacht, der Dunkelheit große Pracht. Ich befinde mich in einem Wald, in einer kleinen Hütte.
Viele meiner Freunde sind bei mir, in meiner Mitte. Wir haben sehr viel Freude, alle sind wir glücklich. Doch zur vollen Geisterstunde wird alles fürchterlich. Ich bin nun alleine, alle meine Freunde sind tot. Das Haus trieft vor Blut, es ist überall und tief rot.
Ich renne durch das Haus und seine Schrecken. Überall liegen tote und entstellte Menschen!!
Ich erreiche die Eingangstüre. Ich schmecke wundervolles Blut. Ich verlasse dieses tote Haus. Ich stampfe durch den tiefen Schnee. Ich blicke hinauf zum schwarzen Himmel. Ich erblicke den strahlenden Vollmond.
Ich heule auf, dem Mond entgegen. Ich renne vor dem Haus davon. Ich renne durch den Wald, Eulen rufen. Ich werde schneller und immer schneller.
Ich komme an eine Stadt voller Menschen.
Ich verfolge sie, in alle Ecken und Enden.
Ich töte sie, zerfleische sie. Gerate in Blutrausch und Euphorie.
Ich verfolge ein kleines Mädchen.
Will es zerfetzen, will es fressen.
Doch kurz bevor ich es erhasche, erwache ich aus diesem Traume.
Ich blicke zum Himmel hinauf, erblicke den Vollmond. Er lächelt mir entgegen, mit geöffnetem Schlund.
Dieser Traum verfolgt mich gnadenlos mit Freude. Immer und immer wieder kehrt er zu mir zurück. In jeder finsteren Nacht, wenn der Vollmond wacht!!

 

[Gesamt:38    Durchschnitt: 4.3/5]

7 Antworten

  1. Danny sagt:

    Ein ganzes Buch in einer Kurzgeschichte. Gut gemacht Sabrina!!!

  2. Volker sagt:

    Ich finde deinen Stil, sooo wow

  3. Sandro sagt:

    Klasse geschrieben 🙂

  4. Holger Richter sagt:

    Mir liegt dieser Gedichtstil nicht so richtig, auch wenn es sprachlich gut ist. Recht viel Inhalt in kurzem Text. Hätte ich schlechter hingekriegt. Schön, wie sich der Kreis am Ende mit dem Stichwort „finstere Nacht“ schließt.

  5. Chris. H. sagt:

    Gefällt mir sehr gut. Mehr davon!

  6. Björn Sander sagt:

    Wunderbar geschrieben und die Geschichte kann man sich gut in Gedanken vorstellen.
    Die Geschichte schreit nach einer Fortsetzung.

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