MONSTER – RAVEN ROXX

Schreibwettbewerb für Horror-Autoren

>> Diggah ich sag dir du bist einfach ne Nutte, nein, eine dumme Nutte. Nutten verkaufen sich für Geld aber du verkaufst dich unter Wert! << redete Chris, ein kleiner schlaksiger Mann auf seinen breiteren Sitznachbar ein, der in aller Ruhe einen tiefen Schluck von seinem Bier nahm. >> Ich sags dir Pedro, wenn ich deine Kräfte hätte << , >> Dann hätten deine Eltern dich gefressen << beendete der andere den Satz. >> Und hör mit diesem Möchtegern Mexikanerscheiß auf Pole >> mit diesen Worten verabschiedete er sich und verließ die heruntergekommene Hafenkneipe.

 

Die Welt war im Arsch. Jahrhundertelang haben die Menschen Mutter Natur vergewaltigt und gedacht das sie schwieg wie es Opfer immer taten aber die alte Lady wollte Rache. Sie rächte sich an der Menschheit. Da wo es richtig weh tat, an der Evolution. Es geschah langsam das sich die Tiere veränderten. Mehr Krallen, mehr Zähne und dickere Panzerschichten. Die Tiere entwickelten sich zu prähistorischen Monstern doch hatte Mutter Natur nicht mit der verdammten Anpassung der Menschen gerechnet als die Evolution überschlug. Heute waren mehr als die Hälfte der Humanoiden mutiert. Jackson war selbst so ein Mutant auch wenn er von außen her menschlich wirkte. Er war schneller und stärker. Konnte bei Nacht sehen und über Kilometer hinweg riechen, wenn ein Fisch sein Geschäft erledigte. Angeblich hat sich seine Mutter besoffen von einem Kerl mit wölfischer Mutation besamen lassen. Das erzählte man ihm wenigstens damals. Sein gemütliches Bett bei seinen menschlichen Verwandten hatte er schon früh satt als seine „Geschwister“ dachten ihn wie einen Hund behandeln zu müssen. Naja in Wirklichkeit war er von seiner Tante rausgeworfen wurde, weil er seinem Cousin im Streit ein Ohr abgebissen hatte aber das Ergebnis blieb gleich. Adoptiert wurde er von Big Mama, einer alten übergewichtigen Puffmutter, die ihren Amüsierbetrieb am Hafen hatte. Zuerst war er eine Putzhilfe und später der Mann fürs Grobe, wenn sich die Freier nicht benahmen. Big Mama verdankte er auch seine ersten Erfahrungen mit Frauen als er sein erstes Mal mit ihrer Tochter, Nina, haben durfte. Eine gelenkige Katzendame, die ihm Sachen zeigte die man nur aus japanischen Internetseiten her kannte. Bezahlen musste er damals trotzdem.

 

>> Hey Süßer. Haben dich schon Mal acht Arme gleichzeitig befriedigt? << rief eine Frau mit schuppigen Hautstellen und Tentakeln, die vor einem geschlossenen Laden für Werkzeuge stand. >> Ne danke. Ich meld mich, wenn ich Bock auf Sushi hab << antwortete Jackson und wimmelte die Oktopoden-Prostituierte ab. Nach einigen Blöcken ging Jackson eine Treppe zu einer verlassenen U-Bahn-Station herunter. Menschen und Mutanten drängten sich in die überfüllten Züge und von allen Seiten waren rassistische Beleidigungen zuhören. >> Meinetwegen können wir diese ganzen missgestalteten Fickfehler in ein Lager stecken und ausräuchern << Jackson ging an den beiden Kerlen vorbei ohne sie zu beachten jedoch erkannte er, anders als die gesprächigen Rassisten, das Chamäleon-Mädchen das beinah unsichtbar hinter die beiden trat und kurz bevor der Zug einfuhr auf die Schienen stieß. Mit einem lauten Schmatzen rollte der Zug über die Körper der beiden hilflosen Männer woraufhin ein Schwall von Blut und Knochensplittern auf die nahen Zivilisten spritzte. Einige schrien zwar doch die meisten traten einfach von der Blutlache weg und kümmerten sich nicht weiter. Gewalt war an der Tagesordnung und so störten sich die meisten nicht mehr daran, wenn hier mal ein Mensch oder dort ein Mutant zu Tode kam. Jackson drückte sich durch die Mengen an Menschen und bemerkte nicht das kleine Mädel das plötzlich vor ihm auftauchte und ihm den Weg versperrte. Er wollte einfach an ihr vorbeigehen doch das Mädel fuhr ihn plötzlich an und kratzte ihn dabei mit ihrem Fingernagel an der Wange. Bevor Jackson etwas sagen konnte war das Mädel verschwunden. Jackson ging über den Bahnsteig in einen abgeriegelten Bereich, der ihn in einen kleinen Flur führte. Am Ende des Flures ging er durch eine massive Tür und fand sich in einem kleinen Raum wieder. In dem Raum war eine schwarze Metallkiste mit einem Schlitz in der Mitte. Rechts und links im Raum waren weitere Türen. >> Spaß oder Arbeit? << fragte eine verzerrte Stimme aus der Kiste. Jackson antwortete mit Arbeit und mit einem elektrischen Summen öffnete sich die linke Tür. In der Umkleide die Jackson nun betrat befanden sich noch drei weitere Mutanten. Ein Echsenmensch mit grünen Schuppen stemmte gerade in einer Ecke Gewichte und schnalzte mit seiner Schlangenzunge als er Jackson erblickte. >> Straßenköter! Hast ja doch Eier << Vince, der Veranstalter stand in einem Türrahmen als hätte er nur darauf gewartet das Jackson kam. >> Fünf Riesen heute, wenn du drei Minuten durchhältst. Na? Interesse? << Vince wusste das Jackson auf fast jeden Deal eingehen würde. Er brauchte das Geld um endlich aus dieser Stadt zu verschwinden. >> Fünfzehn und ich schlachte deinen Kontrahenten nieder << Jackson baute sich zur vollen Größe vor Vince auf. Der schmierige Zuhälter überlegte kurz. Anscheinend hatte sein bestes Pferd im Stall bald genug Geld. Grinsend schlug er ein und ließ Jackson für die Vorbereitung allein.

 

Nachdem Jackson sich bis auf die Jeans ausgezogen hatte wartete er vor der großen Metalltür hinter der bereits laute Metal-Musik lief. >> Ladys, Gentlemen und sonstige Abscheulichkeiten! Willkommen heute Abend im Fleischerhaus << kündete der Ansager den Abend an und die Menge grölte aus voller Kraft. >> Unser erster Herausforderer des Abends. Der Sunnyboy durch dessen bloße Erscheinung der Muschisaft herunterläuft. Bad-Dog-Jack! << mit einem lauten knarzen öffnete sich die Tür und Jackson betrat die Arena. Von der Tür bis zum Kuppelförmigen Käfig verlief ein freier Gang, der rechts und links mit hohen Zäunen abgesichert war. Die Zuschauer, alle in hautengen BDSM Latexanzügen rüttelten am Gitter des Zauns und schrien wie tollwütige Schimpansen während Jackson durch den Gang ging. >> Hey Bad-Dog! Wenn du überlebst gehört das alles dir! << rief eine Frau und öffnete dabei das Oberteil des Latexanzugs. Sechs pralle Brüste drückten sich an den Gitterzaun und Jackson erkannte bereits an den Flecken das die Frau eine Kuhmutation im Blut hatte. >> Haltet euch zurück ihr notgeilen Brutmaschinen << schrie der Ansager als er sah wie die ersten Zuschauer versuchten über den Zaun zu klettern. Jackson betrat die Kuppel und hinter ihm schloss sich die Tür. >> Und im ersten Kampf tritt Bad-Dog-Jack an gegen einen Serbian Carnivore! << die Menge schrie noch lauter und brachte durch das Stampfen den Boden der Kuppel zum Beben. Angespannt starrte Jackson auf die gegenüberliegende Tür, die sich nun öffnete und noch bevor er seinen Gegner sah drang ein drückender Tierlaut aus der Dunkelheit, der für allgemeine Ohrenschmerzen sorgte. Mit stampfenden Schritten erschien langsam der monströse Bär im Türrahmen. Sein Körper war riesig und dicke Platten panzerten seine Schultern. Die Klauen waren dick und scharf und sorgten bereits beim Gehen für Kratzer im Boden. Der Kopf des Monsters war länger fast wie der eines Wolfes und zwei Reihen scharfer Zähne blitzte in seinem Maul. Der Ansager trat zurück in eine abgesicherte Kammer am Rand des Rings als der Bär die Arena betrat und Jackson anfunkelte.

 

>> Ach Fuck. Na gut Yogibär lass uns tanzen << Jackson ballte die Fäuste und die beiden Kontrahenten umkreisten sich unter dem Gitter der Kuppe. >> Lets get Ready to Rumble! << kopierte der Ansager den berühmten Spruch und ließ mehrfach eine Glocke ertönen. Beim Klang der Glocke brüllte der Bär auf einmal auf. Er war lange darauf getrimmt bei diesem Geräusch Schmerzen zu erwarten. Der Bär baute sich zu seiner vollen Größe von mehr als zwei Metern auf und ging auf Jackson los. Dieser spannte seine Muskeln und drückte das Tier von sich gegen das Gitter. Natürlich, er war kein ganzer Wolf aber ein schwacher Mensch war er auch nicht. Er verpasste dem Bären einige feste Faustschläge doch dieser schien davon unbeeindruckt. In einem Moment der Unachtsamkeit holte der Bär mit der Pranke aus und schlug Jackson im hohen Bogen von sich weg. Mit seinen mächtigen Krallen schnitt er Jackson drei tiefe Risse in die Brust die nun schmerzen durch seinen Körper jagten. Gerade als der Bär erneut zum Angriff ansetzte raffte sich Jackson auf und traf den massiven Kopf der Kreatur kurz bevor diese ihre Zähne in ihn schlagen konnte. Jackson nutzte diesen Moment, sprang der Bärenkreatur auf den Kopf und stemmte mit aller Kraft den Ober und Unterkiefer auseinander. Mit einem knacken brach der Kiefer der Kreatur auseinander und der Bär sackte tot auf den Boden der Arena zusammen. Weit über der Arena in einer Loge beobachteten Vince und sein Geschäftspartner der Graf das Spektakel. >> Du hast mir versprochen er stirbt! Ich will den toten Körper dieses Wolfsmenschen haben! << der Graf packte Vince am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. Sie schienen die bezahlten Frauen in ihren engen Latexanzügen, die sich gegenseitig streichelten nicht zu beachten. >> Keine Sorge Boss. Ich hab dir Jacksons Tod versprochen und den kriegst du auch << stotterte Vince und drückte einen Knopf auf einer Fernbedienung.

 

Der Ansager wollte gerade aus seiner sicheren Kabine kommen um den Sieger zu küren als sich plötzlich die Tür, aus der die Kreatur kam erneut öffnete. Verwirrt schauten nicht nur Jackson und der Ansager auf die Doppeltür, sondern auch die anderen Zuschauer. Als die beiden Türen weit offen standen herrschte eine angespannte Stille in der Arena. >> Hör zu. Die Regeln sind klar. Ein Kampf und dann krieg ich meine Kohle und kann gehen << drohte Jackson dem Ansager, der zwischen ihm und der Tür hin und her schaute. >> Hallo? Zentrale was ist los? << fragte er in sein Funkgerät doch bekam keine Antwort. Ein markerschütterndes Jaulen drang aus dem Raum hinter der Tür und bevor jemand es wirklich registrierte stürmten breitgebaute Hyänenlöwen, schnell und muskulös mit messerscharfen Krallen und dem für Hyänen typischen Fell den Gang entlang. Jackson fluchte als er gerade der ersten knapp ausweichen konnte. Der Ansager hingegen hatte weniger Glück und wurde noch im Sprung von zwei der Kreaturen in zwei gerissen. Jackson schlug die Hyänenlöwen in der Luft und hielt sie so auf Abstand. Während des Kampfes bemerkte er nicht wie der kleine Schnitt an seiner Wange immer mehr pulsierte. Einen Hyänenlöwen fing er im Sprung und brach ihm das Genick bevor ein weiterer auf seinen Rücken sprang und zu Boden drückte. Jackson drehte sich unter dem Hyänenlöwe um und schaffte es gerade noch das Maul mit seinem Arm abzufangen. Die scharfen Zähne bohrten sich in sein Fleisch und ließ Jackson sein eigenes Blut gemischt mit dem Speichel der Kreatur ins Gesicht regnen. Ein Teil von Jackson hatte bereits aufgegeben. Dieser Drecksack Vince hatte ihn verarscht und ins Messer rennen lassen und nun würde er hier sterben. Jedoch gab es da noch einen anderen Teil in ihm. Einen sonst ungenutzten der nun immer lauter wurde. Jackson spürte das Adrenalin in sich aufsteigen und im nächsten Moment sah er rot. Wild brüllend stemmte er sich auf und warf dabei die übrigen drei Hyänenlöwen von sich die gerade sein Fleisch fressen wollten. Jacksons Körper hatte sich binnen Sekunden verändert. Ein Pelz bedeckte nun seinen Oberkörper und seine Zähne waren nun spitze Fangzähne. Ohne mit der Wimper zu zucken packte Jackson sich die erste Kreatur und zerriss diese. Blut und Gedärme fielen auf den Arenaboden und verbreiteten einen metallischen Geruch. Es schien als wären die beiden übrigen Kreaturen unsicher doch Jackson zerfetzte eine nach der anderen mit seiner Klaue. Die Menge schrie und versuchte zu flüchten als Jackson gegen die Kuppe sprang und versuchte sie aufzubrechen. >> Hey! Hier lang << hörte er eine sanfte Stimme in seinem Kopf. Hinter der Tür zu den Kreaturen sah Jackson ein Mädchen, das gleiche wie vom Bahnsteig. Sie winkte ihm und Jackson stürmte auf die Dunkelheit zu.

 

Jackson rannte dem Mädchen hinterher, dass ihn durch den Untergrund führte. Er hatte keine Probleme damit im Dunkeln zu sehen doch war überrascht das sie so zielsicher durch die engen Gänge kam. >> Vorsicht. Gleich wird es hell << rief sie über die Schulter und bevor Jackson seine Augen bedecken konnte öffnete sich eine Wand vor ihm und blendete ihn. Blind lief er in das Licht hinein und stolperte umher. >> Wow wow wow Freund. Nur nicht so wild << die Männerstamme hatte etwas beruhigendes und zwei Hände packten Jacksons Schultern und hielten ihn auf. Nach mehrmaligen blinzeln gewöhnten sich seine Augen an die Helligkeit und er blickte in das Gesicht eines alten schwarzen mit einer Cyberprothese wo sein rechtes Auge sein sollte. >> Willkommen Freund << sagte der alte und klopfte Jackson auf die Schulter. Erst jetzt merkte er das er nicht mehr verwandelt war und spürte kalten Stahl auf seiner Haut. Der Alte trug Cyberprothesen an der gesamten rechten Körperhälfte aber bewegte sich vollkommen natürlich. >> Ich hab Fragen! << Jackson war verwirrt doch auch wütend. Was waren das für Leute und warum war er mitgegangen? Was war mit ihm passiert.  >> Wir haben deine wölfischen Gene aktiviert. Sorry für die evolutionäre Entjungferung ohne Kerzenschein aber wir brauchen den alten Silbernacken << der breitschultrige Echsenmensch aus der Umkleide kam aus dem Schatten. Nun sah Jackson ihn erst richtig. Narben zeichneten seinen Körper und dicke Muskeln spannten sich an seinen Armen und der Brust. >> Silbernacken? << , >> Dein Vater, komm her ich erkläre dir alles << der alte bat Jackson einen Sessel an und setzte sich ihm gegenüber. Der Echsenmensch lehnte derweil an einem Tisch und beobachtete ihn. >> Ich mach dir die Kurzfassung, wenn das ok ist << Jackson nickte und lehnte sich angespannt zurück. >> Dein Vater, also biologischer Vater war ein Wolfsmensch, der unter dem Namen Silbernacken bekannt war. Er war im ureigentlichen Sinne sowas wie ein Rudelalpha. Wir selbst gehören der Organisation bekannt als Howling Commando an << plötzlich reagierte Jackson und lehnte sich vor. Jeder hatte von dieser Organisation gehört. Mutanten die sich zusammengetan haben um gegen die höhere Gesellschaftsschicht vorzugehen. Radikale Terroristen die ohne Skrupel Gebäude der oberen Bezirke sprengten. Ihnen war es egal ob Mann oder Frau, Kind oder Greis Hauptsache es waren Menschen, die sie töteten. >> Ich sehe dir an du kennst uns. Lass mich bitte erklären was unser eigentlicher Vorrang ist. Wir sind keine Terroristen im herkömmlichen Sinne. Es stimmt zwar das wir gegen die Oberschicht vorgehen aber vertrau mir, wenn ich dir sage das sie es verdient haben << plötzlich sprang Jackson auf. Er packte den Alten am Kragen und stieß ihn gegen die Wand. >> Bullshit! Ihr habt mich in ein Monster verwandelt und warum? Wegen dem Kerl der meine Mutter damals gefickt hat? Braucht ihr etwa einen Schoßhund oder n scheiß? << Jackson sah den Echsenmenschen, der sich ihm bereits näherte doch das war ihm egal. Knurrend blickte er in die Augen des Alten, der seinen Blick vollkommen ruhig erwiderte. >> Heute Abend haben wir eine Rettungsmission. Komm mit ihnen und erlebe die Wahrheit. Schau dir selbst an was Menschen von uns halten. Wenn du dann noch immer sagst das du kein Interesse hast gebe ich dir ein Serum, dass den Wolf in dir wieder größtenteils unterdrückt << Jackson schnaubte doch ließ den Alten schließlich los. Er willigte ein und wurde in einen Nebenraum geführt der durch die vielen digitalen Holograme und Monitore wie die Brücke eines Raumschiffes aussah. >> Slith, du bist dran << sagte der Alte mit einer saloppen Handbewegung zum Echsenmenschen, der hinter ihnen herging. Außer Jackson, dem Alten und dem Echsenmenschen Slith befanden sich im Raum noch das Mädchen, das eine leichte Schlangenmutation hatte und eine Frau und ein Mann etwa in Jacksons Alter, die wohl ebenfalls Wölfe waren. Das Mädchen, Sina wurde wegen ihrer Mutation von ihrer Familie ausgesetzt und vom Alten aufgezogen. Die Wölfe waren Geschwister, Tristan und Tabea und arbeiteten wohl schon länger für den Alten. >> Okay Ladys, volle Aufmerksamkeit ihr wisst ja wer auf dem Spiel steht! << Jackson sah sich unwissend in der Runde um. >> Nyphe, eine Freundin von uns wurde gefangen genommen und zum Grafen gebracht << erklärte das Mädchen und mit einem Mal sank die allgemeine Stimmung. >> Der Graf ist übrigens ein Mensch, der sich einen Spaß daraus macht Mutanten zu töten. Er hat deinen Tod auch befohlen << erklärte der Alte und plötzlich verstand Jackson. Darum die Hyänenlöwen? Weil er wie sein Erzeuger sein könnte?

 

>> Wir wissen das der Graf Nyphe hat und wir uns beeilen müssen. Ich würde sagen wir sparen uns die große Planung und stürmen das Haus einfach << Slith schlug auf den Kartentisch und stieß dabei ein wütendes Zischen aus. Die anderen überlegten nicht lange und stimmten zu. >> Auch ich werde heute mit euch kommen << alle starrten den Alten an. >> Nyphe ist eine von uns. Ich würde für jeden das Gleiche tun und jeder von euch für mich << Jackson sah das jeder einen Einwand hatte doch keiner sagte etwas. >> Ich kenne keinen von euch doch, wenn es stimmt und dieser Graf mich töten wollte habe ich ebenfalls einen Grund zu ihm zu gehen << Jacksons Stimme wandelte sich beim Reden zu einem Knurren. Alle versammelten nickten zustimmend und verließen geschlossen die unterirdische Basis. Jackson trug noch immer nur seine dreckige Jeans doch das störte ihn nicht. Tristan trug auch nicht mehr und Tabea trug dazu einen Sport-BH. Sina trug ein elegantes Rüschenkleid und Slith war angezogen als würde er gleich zum Sport gehen mit Trainingshose und Tanktop. Der Alte der sich als Doktor Mambul vorstellte trug einen eleganten Denreiteiler mit einem tief ins Gesicht gezogenen Hut.

 

Durch die Kanalisation gelang die Gruppe in den oberen Bereich wo die wohlhabenden Menschen fern weg vom Verbrechen und der Gewalt lebten. >> Von ihren Türmen aus Elfenbein schauen sie verachtend auf die sterblichen herab << flüsterte der Doktor als er die hohen Villen sah. >> Dort ist das Anwesen des Grafen << erklärte Slith und zeigte auf ein Herrenhaus aus weißem Marmor das beleuchtet über die Stadt wachte. Um den Zaun des Anwesens so wie vor jeder Tür standen bewaffnete Wachleute, die jeden Millimeter abdeckten. >> Hat jemand eine rettende Idee? << fragte der Doktor und sah wie Jackson mit den Zwillingen die Umgebung absuchte. >> Wie fit seid ihr so im Durchschnitt? << wollte Jacksons scherzhaft wissen und zeigte auf das Gebäude neben dem Anwesen, das im Dunkeln liegt. Ohne gesehen zu werden gelang die Gruppe auf das Dach des Nachbargebäudes von wo aus es nur wenige Meter zum Anwesen des geheimnisvollen Grafen war. >> Alle bereit? << fragte Tristan in die Runde. Slith hatte Sina auf dem Rücken und Doktor Mambul richtete seine Cyberprothesen aus. Das Howling Commando nahm Anlauf und sprang über die Straße auf das Anwesen des Grafen zu. Jackson und Tristan waren die ersten und brachen durch seitliche Fenster in das Anwesen. >> Los zum großen Saal da war Licht! << rief Tristan und rannte bereits los bevor alle gelandet waren. Die Gruppe rannte durch die Flure des Anwesens und nachdem sie den Anbau hinter sich hatten und eine große Halle erreichten standen ihnen ein Dutzend bewaffneter Wachleute mit gezogenen Schusswaffen entgegen. >> Ich nehm rechts und du links? << fragte Tristan herausfordernd an Jackson. >> Jungs! Keine Zeit für einen Schwanzvergleich! << rief Tabea und sprang zwischen den beiden Wolfmännern über das Gelände. Die Wolfsfrau verwandelte sich im Sprung und riss dem ersten Wachmann beim Landen den Brustkorb auf. Zwei der Wachleute wollten gerade das Feuer eröffnen als eine massive Standuhr die Slith geworfen hatte sie trafen und dabei lautstark die Knochen brach. Auch Tristan und etwas stotternd auch Jackson verwandelten sich in ihre Wolfsgestalt und sprangen vom Geländer gerade nach unten auf die dortigen Männer. Tristan landete auf einem und stieß ihn zu Boden wobei er seine Krallen tief in das Fleisch des Wachmannes bohrte. Wie aus einer Bewegung sprang er auf den nächsten Wachmann und verbiss sich in seinem Hals. Jackson landete hinter einem weiteren Wachmann und fuhr mit seinen Krallen dabei über den Rücken des Mannes, den er längst aufschnitt. Ninas Beine verschmolzen zu einem Schlangenkörper, mit dem sie sich um einen Wachmann wickelte und so fest zudrückte das sein Skelett an mehreren Stellen berstet. Der Doktor krempelte seinen rechten Ärmel hoch und seine Cyberprothese am Arm schaltete sich zu einem Gewehr um mit dem er die übrigen Wachleute niederstreckte während er die Treppe herunterging. Als sich die Gruppe vor der großen Doppeltür versammelt hatte trat Slith vor und trat die Tür ein. Die Türen brachen aus den Scharnieren und landeten im dahinterliegenden Raum. Die Gruppe fand sich in einem langen Esszimmer wieder. An der großen Tischplatte haben sich anscheinend die Creme de la Creme der Reichen versammelt, die nun panisch aufsprangen. Der Graf selbst, ein Mann mit glatten schwarzen Haaren und Schnauzer stand wie Jesus am letzten Abendmahl an der Mitte der Tafel. Vor ihm eine große Kuppel über einem Teller. >> Doktor Mambul? Hätten sie sich doch angekündigt mein alter Freund dann hätten wir für sie und ihre Freunde extra aufgedeckt << das Howling Commando schaute den Doktor verwirrt an.

 

>> Er hat recht. Ich kenne diesen Menschen bereits länger << fing der Doktor an aufzuklären. >> Vor vielen Jahren, bevor ich der Doktor und er der Graf wurde haben ich und Richard zusammen die Mutationen studiert. Unser Ziel war es die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz wissenschaftlich zu belegen. Leider merkte ich damals zu spät welche kranken Ideen in diesem Kopf wirklich entstanden sind << das menschliche Auge des Doktors funkelte den Grafen hasserfüllt an. >> Während ich ernsthaft daran interessiert war herauszufinden was diese Mutationen bedeuten und wie sie zu erklären sind hat Richard << der Doktor hatte einen Kloß im Hals. >> Habe ich mich darauf konzentriert wie diese Missbildung dem Menschen helfen können << beendete der Graf. >> Wisst ihr, der Mensch braucht Fleisch. Er ist seit Anbeginn der Zeit ein Karnivore und diese vegetarische Esskultur oder chemische Beimischungen sind gegen die Natur << setzte der Graf an und Jackson bemerkte wie sich ihm die Nackenhaare aufstellten. >> Mir gefällt der Verlauf nicht den dieses Gespräch nimmt << setzte Slith an der bemerkte wie sich Doktor Mambul in sich zurückzog. >> Ihr Monster seid nichts anderes als das Vieh für uns Menschen. Ihr seid Tiere und diese schlachtet man eben! << die Stimme des Grafen verfinsterte sich. >> Und ich war sein erstes Testobjekt << setzte nun der Doktor erneut an und man hörte den Hass in seiner Stimme. >> Meine Mutation kam verspätet. Es stellte sich heraus das ich krokodilsähnliche Gene besaß ähnlich wie du Slith. Mein Arm und mein Bein mutierten in die animalische Gestalt. Zuerst benahm sich Richard ganz normal bis ich eines Abends im Labor schrecklich müde wurde und auf einer Metallliege wieder zu mir gekommen war. Nackt hat er mich dort festgeschnallt und Rezepte für Marinaden vor sich hingemurmelt. Ich bettelte darum mich gehen zu lassen doch er setzte die Säge an und Amputierte mir bei vollem Bewusstsein meinen rechten Arm und das Bein. Als ich schwach und unter Schmerzen in einer Gasse aufgewacht bin sah ich das Richard mir meine gestohlenen Körperteile durch die Cyberprothesen ersetzt hatte << ein Knurren drang aus der Kehle des Doktors und dem Howling Commando wich die Farbe aus dem Gesicht. >> Alfred habe ich dir jemals gesagt das du wie Hühnchen geschmeckt hast? << setzte der Graf noch an und plötzlich brüllte Slith auf und wollte auf den Grafen zuspringen. Dieser betätigte einen versteckten Knopf an seinem Stuhl und schoss einen Elektroschock aus dem Boden, der den Echsenmenschen im Sprung aufhielt und zu Boden brachte. >> Nyphe?! << kam es von Sina. Sie wirkte wie nicht komplett anwesend und verarbeitete das gerade gehörte. >> Wisst ihr Monster, im damaligen menschlichen Zeitalter wo es Piraten und Seefahrer gab herrschte der Mythos von Meerjungfrauen. Nun gleichen die so bekannten Meervölker heutzutage zum Verwechseln diesen Kreaturen. Feinkostspezialisten hatten jedoch damals schon das Problem. Halb Mensch und halb Fisch. Welchen Wein serviert man dazu? Menschen sind aus Fleisch da würde natürlich ein Rotwein passen während man zu Fisch ehr Weißwein serviert << mit geweiteten Augen blickte die Gruppe auf den Grafen. Jeder spürte die Anspannung in ihnen. >> Darf ich meinen Gästen vielleicht einen Rosé anbieten? << fragte der Graf mit einem schmierigen Grinsen auf dem Gesicht und hob die Kuppel auf dem Tisch hoch. Sina schrie schrill auf und drückte sich an Tabea die, wie die anderen mit aller Kraft versuchte den Kotzreiz zu unterdrücken. Auf dem Tisch lag ein Mädchen etwa im Teenager Alter, die anstatt Beine eine Fischflosse hatte. Ihre Haut war knusprig Braun gebraten und die Arme wie bei einem Schinken am Körper festgebunden. Um das Bild abzurunden steckte ihr ein Apfel im aufgerissenen Mund. >> Monster! << schrie Slith der sich langsam wieder aufgerappelt hatte während der Graf nur laut lachte. Der Graf setzte sich wieder auf seinen Stuhl wobei er zwei weitere Knöpfe betätigte. Bevor das Howling Commando zum Angriff ansetzen konnte fuhr eine dicke Glasscheibe aus dem Boden und trennte den Bereich mit dem Esstisch vom Rest des Raumes ab. Mit Krallen und Faustschlägen versuchte die Gruppe das Glas zu brechen während sie dabei zusehen mussten wie der Graf seine Messer wetzte und das erste Stück aus dem Oberarm von Nyphe schnitt und es sich auf den Teller legte. Plötzlich öffneten sich versteckte Türen in den Wänden auf der Seite wo sich das Howling Commando befand und ein mehrstimmiges Brüllen füllte den Raum. >> Sammeln! << schrie Doktor Mumbal und die Gruppe versammelte sich Rücken an Rücken stehend in der Mitte des Raums. Blitzschnell brachen plötzlich Kreaturen aus den versteckten Türen, die aussahen wie wolfsgroße Warane mit Stacheln wie Stachelschweinen auf dem Panzer und stürmten auf die Gruppe zu. Doktor Mumbal lud das Gewehr in seinem Arm nach und feuerte gezielt auf die Kreaturen. Durch sein mechanisches Auge, dass mit dem Arm verbunden war traf jeder Schuss ins Schwarze und so brachte er die ersten Riesenwarane zu fall. Sina fing eine anspringende Kreatur in der Luft mit ihrem Schwanz ab und warf sie zu Slith der den Riesenwaran mit den bloßen Händen in zwei Riss. Die drei Wölfe stürmten gegen die Kreaturen und griffen sie mit ihren Klauen und Zähnen an. Einer der Kreaturen hatte sich in Tristans Bein und riss den Wolf auf die Knie. Jackson sprang über die Kreatur und rammte seine Klauen durch eine weiche Stelle im Nacken wodurch der den Kopf vom Körper trennte. Zwei Riesenwarane feuerten ihre Stacheln wie Geschosse auf den Doktor und Sina doch Slith trat vor die beiden und fing die Stacheln mit seinem Rücken ab. Während das Howling Commando sich mit der Übermacht der Riesenwarane rumschlug saß der Graf mit seinen Gästen hinter der Schallgeschützten Scheibe und genoss sein Mahl bei kulinarischen Gesprächen darüber wie wohl die anderen Mutanten schmecken würden. >> Wir sind zu wenige! Das schaffen wir nicht << rief der Doktor, der nun ebenfalls in den Nahkampf übergegangen ist. >> Ich hab einen Plan << rief Jackson bevor er durch die eingetretenen Tür verschwand. >> Schade, von Bad-Dog hätte ich mir mehr Courage erwartet << kommentierte der Graf und erntete hochnäsiges Gelächter von seinen Gästen. Jackson derweil hatte in dem Foyer endlich ein Telefon gefunden um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Minuten später kam Jackson zurück in den Raum. Er sah wie ein Riesenwaran auf Sina zusprang, rannte an dem Mädchen vorbei und rutschte auf den Knien unter der Kreatur her wobei er ihren weichen Bauch mit seinen Krallen aufschnitt. Als der Graf bemerkte wie sein letzter Riesenwaran den Tod fand blickte er ungläubich auf das Erschöpfte Howling Commando das sich vor der Glasscheibe aufgebaut hat. >> Toll ihr habt überlebt << drang die Stimme des Grafen aus Lautsprechern während er sprach. >> Trotzdem seid ihr Umsonst gekommen. Die Nixe schmeckte köstlich und wir sind hier in Sicherheit! Alfred sieh es ein ihr seid einfach zu schwach und zu wenige um gegen mich anzukommen << der Doktor wollte gerade etwas sagen doch brachte Jackson ihn mit einer Handgeste zum Schweigen. Der von oben bis unten Blutverschmierte Wolfsmensch trat vor wobei er sich in seine menschliche Gestalt zurückverwandelte. Er stand nun genau vor der dicken Glasscheibe und schaute dem Grafen direkt in die Augen. >> Wir sind nicht schwach, wir sind das Howling Commando und wir sind nicht wenige. Unser Name ist Legion denn wir sind viele! << brüllte er den letzten Satz und wie auf sein Kommando splitterten die Fenster hinter den Menschen und Mutanten stürmten den abgesicherten Bereich. Vorneweg sprang ein Kerl mit dem Oberkörper eines Gorillas. Jackson lächelte als er seinen alten Barkollegen erkannte, der gerade den Stuhl des Grafen aus dem Boden riss und aus dem Fenster beförderte. Dadurch wurden die Kabel durchtrennt und die Glasscheibe senkte sich. Knurrend und fauchend kesselten die Mutanten die wohlhabenden Kannibalen ein bis sich ein Kreis um den Grafen und seine Gäste gebildet hatte. Echsenmenschen, Meervölker, Wölfe und selbst einige Oktopoden und Kuh Prostituierte waren versammelt. >> Was habt ihr Monster vor? Verschwindet hier! << rief der Graf ängstlich der sich in alle Richtungen drehte. Doktor Richard Mumbal trat aus dem Kreis hervor und hielt vor seinem alten Freund, dem nun der kalte Angstschweiß im Gesicht stand. >> Auge um Auge Richard << knurrte der Doktor und mit einem Mal verformte sich sein Schädel wie der eines Krokodils. Er schnappte zu und schloss seinen massiven Kiefer um den Kopf des Grafen, den er mit einem Biss vom Körper trennte. Ein schreien war das letzte was von den Gästen zu hören war bevor die Mutanten vorstürmten und die Menschen mit ihren Zähnen und Klauen zerfleischten.

 

[Gesamt:6    Durchschnitt: 3.8/5]

2 Antworten

  1. Sven sagt:

    Fand den Schreibstil zu holprig, so dass ich der Geschichte sehr schlecht folgen konnte! Für mich kein roter Faden zu erkennen, eine Kurzgeschichte muss mich ab dem ersten Satz packen, sorry

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