TOOTH FAIRY – ZOMBIELOVERIN

Schreibwettbewerb für Horror-Autoren

Wenn man von der Zahnfee spricht, kennen 90% der Menschen folgendes Ritual:

Bevor man schlafen geht, legt man den zuvor heraus gefallenen Zahn unter sein Kopfkissen und klopft 3-mal gegen den Bettpfosten.

Dann schließt man die Augen und versucht schnell ein zu schlafen.

Wenn man des Morgens erwacht, findet man statt des Zahns eine Goldmünze vor und weiß, dass die Zahnfee das Klopfen gehört hat und den Zahn gegen Geld getauscht hat.

Dabei macht sich jedoch niemand Gedanken wer die Zahnfee überhaupt ist und warum sie Zähne gegen Gold eintauscht.

Die Menschen folgen einem Brauch obwohl sie es noch niemals erlebt haben, dass nach einer Nacht wirklich eine Goldmünze statt des Zahnes da lag. In Wirklichkeit sind es die Eltern, die diesen Brauch seit Jahren weiter führen, weil die Geschichte darüber von Generation zu Generation weiter getragen wurde und keiner die enttäuschten Gesichter seiner Kinder ertragen wollte, wenn ausgerechnet bei Ihnen die Zahnfee nicht kam. 

Schon war eine Legende geboren, die ewig Leben sollte.

Nach dem WARUM wurde niemals gefragt.

 

Die anderen 10% jedoch, wissen mehr. Sie kennen ihre Geschichte, ihre Absichten und die Vorteile die man heraus schlagen kann, wenn man das richtige Ritual durchführt, um sie herbei zu rufen.

Früher war ich einer der 90%. Ich stellte keine Fragen, erkundigte mich nicht und nahm alles so an wie man es mir vorgelegt hatte.

Doch eines Tages traf ich jemanden, der mir etwas völlig anderes erzählte, von dem was ich bisher wusste.

Er war ein sehr wohlhabender Mann. Hatte noch nie in seinem Leben arbeiten müssen und trotzdem sprudelte das Geld nur so aus seinen Taschen.

Ich hatte an diesem Tag meine Arbeit verloren und begab mich mit meinen letzten paar Scheinen in eine Kneipe. Natürlich wusste ich wie verantwortungslos es war, sein letztes Geld in Alkohol zu investieren, aber ich hatte es einfach gebraucht.

Er war alleine an einem Tisch in der Ecke und als er bemerkte dass ich ihn beobachtete, rief er mich zu sich.

Den ganzen Abend bis in die Nacht hinein, spendierte er mir einen Drink nach dem anderen und wir sprachen über alles Mögliche.

Dann war es wohl ein Glas zu viel. Aus meiner heiteren Stimmung heraus wuchs plötzlich Sentimentalität und das Gefühl in meinem Leben versagt zu haben, übermannte mich.

„Es gibt viele Auswege aus so einer Misere Mister Marf. Das ist kein Grund zum Kummer“, sagte der reiche Mister Sall und kippte einen weiteren Schnaps in seine Kehle.

Dann verzog er verkrümmt das Gesicht und zog an seiner Zigarre.

„Sie haben leicht reden. Wenn ich so gut betucht wäre wie sie, würde mich so manch ein Rückschlag wohl auch kalt lassen“, erwiderte ich und spürte wie mir der Schnaps Retoure kam. Das war eindeutig ein Zeichen das es genug war.

„Ich bedanke mich für ihre Großzügigkeit, doch jeder weitere Schnaps würde mich wohl meiner Sinne vollends ganz berauben. Daher halte ich es für das Beste, nun den Heimweg an zu treten. Es war wirklich nett ihre Bekanntschaft zu machen“, dankte ich und versuchte mich zu erheben.

Doch Mister Sall packte mich an meinem Arm und zog mich zu sich heran.

„Ich mag Sie Mister Marf. Und deshalb werde ich sie nun ein Geheimnis einweihen, in dieses ich in meiner Kindheit bereits eingeweiht wurde. Ein Familiengeheimnis, dass von Generation zu Generation weiter vererbt wird. Nur 10% der gesamten Menschheit wissen um seine Existenz“, sprach er flüsternd und lallte dabei ein wenig.

Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause in mein Bett, aber die Art und Weise wie er davon sprach, machte mich Neugierig. Deshalb setzte ich mich wieder auf meinen Stuhl.

„Fräulein. Noch eine Flasche Schnaps bitte“, rief er der Bedienung zu, bevor er mich mit funkelnden Augen ansah und weiter erzählte.

„Es gibt Dinge auf dieser Welt, die im Verborgenen geschehen. Mächtige Dinge, deren Existenz nur wenigen Bekannt ist. Kennen Sie die Zahnfee Mister Marf?“.

Ich lachte laut los.

„Natürlich kenne ich die. Jeder kennt sie. Sie legt Kindern für jeden Zahn Geld unter das Kopfkissen. Aber sie wollen mir doch wohl kein Märchen über die Zahnfee erzählen“, prustete ich ihm entgegen.

Doch Mister Sall blieb ernst.

„Zumindest keines dass Sie schon kennen würden“, sagte er, lehnte sich zurück und zog abermals an seiner Zigarre.

„Wie meinen Sie das?“, fragte ich nun doch neugierig.

„Wieso gibt es die Zahnfee Mister Marf? Wo kommt sie her?“.

Ich zuckte mit den Schultern.

„Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht“.

Er grinste und pustete mir kalten Rauch in das Gesicht.

„Ende des 18. Jahrhunderts gab es eine junge Dame die sich sehr gut mit Kräuterkunde auskannte. Sie war eine der Ersten Frauen, die man zur damaligen Zeit schon fast als Zahnarzt bezeichnen konnte. Viele mit Zahnschmerzen gingen zu ihr und ließen sich behandeln. Manch einer hatte nur eine Entzündung und fand mit diversen Kräutern Heilung. Andere hatten so schlimme Schmerzen, dass sie ihnen die Zähne ziehen musste. Die gezogenen Zähne hob sie auf. Sie fragen sich warum? Nun ja, heut zu Tage würde man das wohl mit einer Art Fetisch erklären. Sie fand Zähne einfach sehr interessant und schön.“

Ich musste ein wenig würgen.

„Sie wollen mir sagen, diese Frau trug dauernd verfaulte und von Karies zerfressene Zähne mit sich herum?“.

Mister Sall lachte über meine angewiderte Mimik.

„In der Tat.“

Ich schüttelte mit dem Kopf und trank nun doch noch einen Schnaps, um den Ekel herunter zu spülen.

„Jedenfalls ging das einige Jahre so. Bis sie ins Visier der Kirche fiel. Damals war das alles Hexenzauber und kein Medizinisches Können.

Man verhörte sie Tagelang und sie schaffte es tatsächlich die Kirche davon zu überzeugen, dass sie harmlos sei und lediglich ein paar Zähne zog, wenn die Menschen zu ihr kamen und das unbedingt wollten.

Am Tag ihrer Entlassung, blieb einer der Wachen mit seinem Schwert an dem Beutel hängen, den sie immer an ihrem Rockbund trug.

Er schnitt ein großes Loch hinein  und hunderte von den Zähnen, die sie über mehrere Monate gesammelt hatte, fielen zu Boden.

Damit war ihr Schicksal besiegelt“.

Ich schluckte.

„Man hat sie wohl anschließend hinrichten lassen“.

Herr Sall nickte.

„Aber zuerst wurden ihre „Patienten“ verhört. Da man sich früher mit schuldig gemacht hatte, wenn man die Dienste einer Hexe in Anspruch nahm, stritten sie natürlich alles ab. Und noch viel mehr. Sie bezichtigten sie des Diebstahls. Sie hätte ohne deren Einwilligung die Zähne gezogen und behalten. Heut zu Tage ein ziemlich absurdes Szenario, aber im 18. Jahrhundert ein Grund mehr, die Beschuldigte hin zu richten“.

„Hat man sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt?“, wollte ich wissen und goss mir einen weiteren Schnaps in mein Glas.

„Sicher, jedoch zuvor wurden ihr bei lebendigem Leib alle Zähne gezogen und jedes ihrer vermeintlichen Opfer bekam Symbolisch einen davon als Ausgleich ihrer Tat ausgehändigt.“

„Wie Makaber“, warf ich ein und in diesem Moment kam die Bedienung mit der bestellten Flasche Schnaps. 

„Ich denke das war noch weitaus Human Mister Marf. Zumindest im Gegensatz zu den andren Foltermethoden dieses zurückgebliebenen Jahrhunderts“, wiedersprach er mir und füllte sein Glas.

„Mag sein. Aber was hat das Ganze denn nun mit der Zahnfee zu tun?“, fragte ich fieberhaft in Erwartung der Pointe.

„Ein wenig Geduld. Das war noch nicht das Ende der Geschichte“, sagte Sall und räusperte sich.

„Die Zahnärztin wurde also ein paar Tage später, ohne auch nur einen Zahn in ihrem Mund auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt. Der Sage nach, waren ihre Augen so Hasserfüllt, dass sich niemand traute sie direkt an zu sehen. Als der Vollstrecker das Feuer entzündete, fing sie an etwas in die Menge zu schreien. Immer und immer wieder.“

„Was sagte sie?“, fragte ich aufgeregt.

Mister Sall leerte ein weiteres Glas.

„Das hat man aufgrund ihrer fehlenden Zähne und der Schwellung im Mund leider nicht verstanden. Es gibt aber Vermutungen. Sie soll eine Art Fluch ausgesprochen haben.“

„Einen Fluch über was?“. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter und ich benötigte ebenfalls noch einen Schnaps.

„Sich zu rächen, nehme ich mal an.“

„Nehmen sie an? Was ist das denn für eine Geschichte Mister Sall?“.

Enttäuscht, griff ich noch einmal zur Flasche.

„Ich habe noch nie einen so Geduldlosen Zuhörer gehabt wie sie es einer sind“, antwortete er und lachte.

„Also geht die Geschichte noch weiter?“.

„In der Tat Mister Marf, in der Tat …

… Die Zahnärztin kam in Vergessenheit. Doch schon ein paar Jahre später, berichteten Menschen davon sie wieder gesehen zu haben.“

„Die Tote?“, fragte ich skeptisch.

„Ja, ihren Geist. Sie solle ein Schmerzerfülltes Gesicht gehabt und nach verbranntem Fleisch gerochen haben. Sie schien etwas zu suchen. Stammelte unverständliche Sätze, als hätte sie immer noch Schwellungen in ihrem Mund.“

„Was könnte sie denn gesucht haben?“.

Die Frage stellte ich sehr vorsichtig, weil ich die Antwort darauf prinzipiell schon kannte.

„Ihre Zähne!“

Ich schluckte.

„Man sagt, dass sie erst ihren Frieden finden könne, wenn sie allesamt wieder gefunden hat“, beendete Sall seine Erzählung.

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn.

„Sie sprechen in der Gegenwart.“

Er grinste mich herausfordern an.

„Natürlich. Verstehen sie jetzt den Zusammenhang mit der Zahnfee?“.

„Sie wollen mir damit sagen, dass die beiden ein und dieselbe Person verkörpern?“.

Ich hielt ihn für verrückt. Da sprach eindeutig der Alkohol aus ihm.

„Was lässt sie daran zweifeln?“, fragte er und lehnte sich zufrieden zurück.

„Die Zahnfee ist Gut und Nett. Sie kommt zu Kindern und hinterlässt für jeden Zahn eine Goldmünze. Was ist ihrer Meinung nach daran böse?“, warf ich seine Frage zurück.

„Das diese Art der Geschichte ein Ammenmärchen ist. Sie kam niemals zu Kindern. Sie kam einfach X-beliebig in die Häuser und suchte nach ihren Zähnen. Fand sie zufällig irgendwo einen losen Zahn, tauschte sie diesen gegen eine Münze aus und verschwand wieder. Irgendwann verbreitete sich diese Nachricht überall und so zog sich die Sage von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Bis die Menschen vergaßen und es nur noch eine harmlose Geschichte für Kinder war, um ihnen den Zahnwechsel mit Geld angenehmer zu gestalten.“

„Dann ist sie ja im Prinzip doch gut. Immerhin tut sie keinem ein Leid an“.

„Lassen sie sich nicht täuschen Marf. Wenn man nämlich in der Nacht erwacht ist, während sie sich im eigenen Haus befindet und ihr in ihre zornig funkelnden Augen blickte, hauchte sie einem Augenblicklich das Leben aus. Und es war ihr dabei völlig egal ob Erwachsener oder Kind.

Ich schluckte.

„Schreckliche Vorstellung. Da ist dann wohl am besten einen tiefen Schlaf zu haben“, scherzte ich und trank erneut einen Schnaps.

„Sie glauben mir nicht hab ich Recht?“, fragte Sall mit einem ernsten Gesichtsausdruck. 

„Wer würde so etwas schon glauben, wenn er es nicht mit eigenen Augen gesehen hat.“

„Die, die es gesehen haben, sind alle bereits tot. Schon vergessen?“

„Ja richtig Mister Sall … Richtig …“

Ich war ein wenig genervt von dieser abartigen und skurrilen Geschichte eines Mannes, der sich bereits sichtlich in einem Rausch befand.

Da es mir allerdings selbst bereits schwer fiel, klar zu denken, gab ich das Vorhaben eines zivilisierten Gesprächs endgültig auf.

Während ich mir ein Glas der mittlerweile nur noch Viertel vollen Flasche gönnte, nickte ich ihm dabei zu und trieb danach seine Geschichte an.

„Warum bezahlt sie eigentlich für die Zähne und nimmt sie sich nicht einfach?“.

Sall schwenkte den letzten Schluck Schnaps in seinem Glas umher bis ein kleiner Strudel entstanden war.

„Man sagt, nur wer ehrlich ist kommt in den Himmel. Einige denken, dass sie sich somit ihren Platz im Himmel erkaufen will. Verdammte kommen zuweilen eigentlich in die Hölle.“

Mir drehte sich der Kopf. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich kaum noch gerade aus schauen konnte.

„Geht es ihnen gut Marf?“.

„Ja, es geht schon. Ich denke das war einfach nur zu viel Schnaps“, antwortete ich und fragte mich wie viel man von meinem gelalle wohl noch verstand.

„Wenn sie sagen es handelt sich hierbei um eine Überlieferung, so habe ich sie jedenfalls verstanden, dann hat sie wohl ihre Zähne gefunden.“

Ich hoffte damit wäre die Geschichte nun endlich vorüber und ich könnte nach Hause gehen und meinen Rausch ausschlafen.

Sall leerte die Flasche.

„Sie sucht noch immer“, antwortete er knapp.

Dann kramte er seinen Geldbeutel heraus, öffnete ihn und legte eine Menge Geld auf den Tisch.

Zumindest sah es für mich nach einer ganzen Menge aus. So genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern. Meine Augen fuhren Karussell und mittlerweile war ich nicht einmal mehr im Stande gewesen Oben von Unten zu Unterscheiden.

Mein Kopf war auf einmal so unglaublich schwer.

Seine Stimme drang wie ein Rauschen an mein Ohr als er sich verabschiedete.

„Ich mag sie Marf. Und deshalb werde ich ihnen ein kleines Geschenk machen. Und wer weiß, eines Tages sehen wir uns vielleicht wieder. Sie gehören jetzt auf jeden Fall zu den anderen 10%“.

Dann spürte ich wie seine Hand in meine Brusttasche glitt und mein letzter Gedanke bevor sich alles in Dunkelheit hüllte war, dass er mir mein Geld gestohlen hatte.

 

Ich erwachte unter höllischen Kopfschmerzen, die mir die Tränen in die Augen trieben.

Die Wirtin hatte wohl Mitleid mit mir gehabt und mich einfach schlafen lassen.

Meine Frau war sicherlich außer sich vor Wut.

Gerädert und immer noch ordentlich betrunken, machte ich mich auf den Heimweg.

Die Uhr zeigte 5 Uhr am Morgen.

Ich hatte Glück. Meine Familie schlief Seelenruhig als ich das Haus betrat.

Um niemanden zu wecken, schlug ich auf dem Sofa im Wohnzimmer mein Nachtlager auf.

Das Gespräch mit Sall kam mir wieder in den Sinn und sogleich fiel mir der Griff in meine Brusttasche wieder ein.

Schnell zog ich meine Brieftasche hervor um mein Geld zu zählen.

Dabei fiel ein Stück Papier zu Boden. Es sah alt aus. Unzählige Knicke ließen darauf schließen, dass es wohl schon durch einige Hände ging.

Vorsichtig faltete ich es auf und las dessen Inhalt:

 

Der Pakt mit der Zahnfee

 

Wer dies hier durchführt, muss sich im Klaren sein, dass ihm ein Platz in der Hölle sicher ist.

Der Pakt dient den Lebenden, nicht aber den Toten.

Es ist ein Weg sich zu bereichern.

Sein Leben zu verschönern mit Reichtum und Macht.

Doch was seid ihr bereit dafür zu tun?

Lautet die Antwort „Alles“ dann ist das Folgende eure Anweisung:

 

  1. Sucht euch ein Opfer. Besser sind zwei oder drei, warum erkläre ich euch gleich.
  2. Nehmt ihnen das Leben. Man könnte es auch Lebendig vollziehen, jedoch wollt ihr das nicht. Vertraut mir.
  3. Als nächstes zieht ihr ihnen alle Zähne und füllt diese in ein Säcken.
  4. Lasst die Überreste verschwinden. Diese braucht ihr nicht länger.
  5. Legt das Säckchen unter euer Bett bevor ihr Schlafen geht und klopft dreimal an den Bettpfosten und schließt dann die Augen.
  6. Egal was ihr hört, ihr dürft die Augen nicht öffnen. Solltet ihr es doch tun, werdet ihr qualvoll sterben. Sie zieht euch die Zähne bei lebendigem Leib und tötet euch dann.
  7. Am nächsten Morgen dürft ihr unter das Bett schauen. Dort wird sich immer noch das Säckchen befinden, jedoch Randgefüllt mit Gold.
  8. Es gehört euch und ihr dürft damit machen was ihr wollt.

 

Doch seid gewarnt. Dieser Pakt ist keine einmalige Sache. Einmal geschlossen, kann er erst durch den eigenen Tod wieder gebrochen werden. Ab dieser Nacht, verlangt sie jeden Monat ein Säckchen. Immer mit derselben Anzahl wie beim Ersten. Sie wird dich immer großzügig dafür entlohnen. Dir wird es in deinem weiteren Leben an nichts mehr fehlen.

Doch wage es nicht sie zu vergessen, sonst kommt sie dich holen und dir geschieht dasselbe wie in Punkt 6 genannt.

 

Und hier noch mal mein letzter und dringlichster Rat an dich: SIEH IHR NIEMALS INS GESICHT!!

 

In meinem Kopf hallten Salls Worte nach: „Sie sucht noch immer.“

War es möglich dass dieser Pakt wirklich funktionieren konnte und er daher so Vermögend war?

Aber das würde ja bedeuten, dass er ein Mörder war.

Ich schluckte.

Ob er mich wohl auch töten wollte? Aber was hatte ihn davon abgehalten?

Mein ganzer Körper erschauderte und ich steckte das Stück Papier wieder in meine Tasche.

Zu viele Gedanken darüber waren nicht gut. Besser ich vergaß die Sache einfach wieder.

Ich ging schlafen und hoffte, am nächsten Morgen alles vergessen zu haben.

 

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::.:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

 

Das ist nun ein paar Wochen her und ich habe zwar noch keinen neuen Job gefunden, aber wir sind unerwartet zu Geld gekommen. Uns geht es hervorragend.

Und wenn mein Kinder mich mal wieder Fragen wie ich so viel Geld bekommen habe, sage ich immer dass die Zahnfee da war.

Sie lieben diese Antwort …

 

[Gesamt:20    Durchschnitt: 4.8/5]

13 Antworten

  1. Michael Franke sagt:

    Originelle Idee, leicht gruselig, hat mir gefallen.

  2. Creepy König sagt:

    So genial, Zombieline! Sprachlich perfekt und extrem unterhaltsam. Ich bin begeistert!

  3. Michi sagt:

    Richtig gruselig da bekommt die Toothfairy ein ganz andere Bedeutung.

  4. Michi sagt:

    Super gruselig. Hätte ewig weiterlesen können

  5. Sabine Seeger sagt:

    Bravo ….sehr spannend und unterhaltsam geschrieben .Weiter so !!!

  6. Andrea S sagt:

    Eine überaus gelungene Kurzgeschichte. Ich glaube, ich habe eine Schriftstellerin für mich entdeckt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: