VERDACHT – MARIO GURSKY

Schreibwettbewerb für Horror-Autoren

5:00 Uhr

Ein lauter Knall riss Danny aus seinen Träumen.

Weiße Strahlen schnitten den Nebel, welcher sich in den letzten Sekunden in der gesamten Wohnung ausgebreitet hatte. Ehe Danny die drohende Gefahr realisieren konnte, zogen ihn zwei schwarz gekleidete Männer an den Armen vom Bett und drückten ihn an den Schultern zu Boden.

>Herr Schilling, ich verhafte sie wegen der Ermordung von Herr Oliver …<

>Was soll das hier werden ihr Penner< unterbrach er schlaftrunken die Standardansprache seines Kollegen, während sich kalter Stahl um seine Handgelenke schloss, um diese auf seinem Rücken zu fixieren.

>Herr Schilling, ich verhafte sie wegen der Ermordung von Herr Oliver Herrmann sowie des dringenden Tatverdachtes der gemeinschaftlichen Verbreitung Kinderpornografischen Materials.<

Die beiden Beamten des Sondereinsatzkommandos griffen Danny unter die Arme und richteten ihn auf.

>Was soll die Scheiße Jungs, ich kenne keinen Oliver …< Danny brach seine Erklärung ab, als er bemerkte, dass die Betthälfte in welcher eigentlich Sonja liegen sollte, leer war.

Irritiert klebte sein Blick an dem leeren Bett als ihn seine Kollegen aus dem Schlafzimmer brachten.

>Danny ich empfehle dir aufgrund der Sachlage dringend, einen Anwalt hinzu zu ziehen und dich vorerst nicht weiter zu äußern.< riet ihm Mark Hauck, der nach dem SEK Dannys Wohnung betreten hatte und mit ihm, seit der gemeinsamen Ausbildung auf der Polizeihochschule, befreundet war.

>Mark, was soll der ganze Mist hier …<

>Danny, wir haben in der Blutlache eines letzte Nacht getöteten Kinderschänders dein Handy gefunden, also nimm dir verdammt noch mal einen Anwalt und halt ab sofort deine Schnauze!< unterbrach ihn sein langjähriger Freund etwas grob.

Als Danny durch den Flur geführt wurde, stockte ihm der Atem.

Sonja stand mit verschränkten Armen und einem Weinglas in der Hand haltend im Türrahmen zur Küche und beobachtet die sich abspielende Situation.

Den irritierten Blick immer noch an ihr haftend, prostete sie ihm zu und wandte sich mit einem Grinsen in die Küche ab, als Danny aus der Wohnung geführt wurde.

 

 

 

 

 

 

36 Stunden vorher

 

Verwundert legte Sonja den Telefonhörer auf.

Was gab es so dringendes zu besprechen, dass sich Mark unbedingt so schnell wie möglich mit mir in einem Café treffen wollte. Und dann auch noch alleine, überlegte Sonja, während sie die Haustür hinter sich schloss um zum vereinbarten Treffpunkt zu fahren.

Als Danny seine Ausbildung in der Polizeihochschule absolvierte lernte sie auch Mark kennen. Danny und er waren unzertrennlich. Nicht nur im Job sondern auch darüber hinaus. Fast schon wie Brüder. Egal wer von beiden Probleme oder Sorgen hatte, der andere war für ihn da. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Danny mittlerweile einige Dienstgrade über Mark stand und praktisch gesehen sein Vorgesetzter war.

>Sonja, ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht wie und vor allem wo ich anfangen soll. Danny hat sich seit der Geburt eures Kindes vor zwei Jahren sehr verändert. Ich erkenne ihn kaum wieder, weder als Kollegen, noch als Freund.< versuchte Mark das Gespräch so locker wie möglich zu starten.

Sonja und Mark vertrauten einander, hatten er und Danny nicht nur

einen Menge gemeinsamer Dienstzeit auf dem Buckel, sondern auch viel Freizeit miteinander verbracht. Zwei gemeinsame Urlaubsreisen mit ihren Frauen zusammen inklusive.

Seit dem schweren Verkehrsunfall, bei dem Marks Frau ums Leben kam, schlief jedoch der außerdienstliche Kontakt ein und kühlte letztendlich ganz ab.

>Eine Geburt oder der Tod verändert Menschen nun mal, Mark< versuchte Sonja ihn zu beruhigen.

>Ich meinte damit auch nicht die Veränderung durch das Vaterdasein. Ich weiß, dass ich mich nach Jennys Tod sehr zurück gezogen und unsere gemeinsamen Interessen vernachlässigt habe. Mir geht es auch nicht um einen Kinobesuch oder den gemeinsamen Billardabend. Mir ist aber aufgefallen, dass Danny menschlich ein anderer geworden ist. Nicht nur mir gegenüber sondern auch gegenüber den Kollegen im Dezernat.<

>Mark, Danny ist ein fürsorglicher Familienvater und zu Hause nach wie vor ein liebevoller Ehemann und Vater. Vielleicht kommt er euch auch nur verändert vor, weil ihr ihn über ein Jahr lang nicht gesehen habt, als er die Elternzeit für unseren Sohn Nico übernommen hatte.<

Sonja wunderte sich zwar anfangs, dass Danny sich förmlich um die Elternzeit riss, war diese Zeit schließlich mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden, gönnte sie ihm jedoch, da kein weiterer Nachwuchs in Planung war und diese Zeit eine erholsame Abwechslung zu seinem Job sein würde.

>Das mag sein Sonja, aber es ist nicht nur mir aufgefallen. Dannys Interessenschwerpunkt zum Beispiel lag immer in der Wirtschaftskriminalität, nur deswegen ist er zur Polizei gegangen.<

>Das weiß ich doch.< unterbrach ihn Sonja, die nicht so recht wusste, worauf Mark hinaus wollte.

>Sonja lass mich bitte ausreden. Seit Mark aus der Elternzeit zurück ist, zeigt er verstärktes Interesse an meinem Dezernat, welches sich ausschließlich mit Kinderpornografie beschäftigt. Er leitete erst seit kurzem seinen Bereich und ist nun auf den frei gewordenen Posten in mein Dezernat gewechselt.

>Worauf willst du hinaus Mark, gönnst du ihm die Beförderung nicht?< rutschte Sonja unruhig auf ihrem Stuhl hin und her und bereute im nächsten Augenblick schon was ihr eben ohne nachzudenken über die Lippen gerutscht ist.

>Danny hatte diesen Fachbereich immer gehasst. Seit wir uns nach dem Grundstudium für die einzelnen Dezernate qualifiziert haben.

Er konnte es nie verstehen, wie es die Kollegen aushielten, sich tagtäglich bei ihren Ermittlungen gegen die Händlerringe, mit dem Video- und Fotomaterial auseinander setzten zu müssen.

Danny war immer der Meinung, dass jeder Polizist, der solches Material sichten müsse, doch selbst pädophil angehaucht sei um das überhaupt ertragen zu können. Und schlagartig zeigt er reges Interesse und …<

>Vielleicht liegt es tatsächlich an der Geburt von Nico. Danny ist Vater geworden, schon mal daran gedacht? Da wird man etwas sensibler< quatschte Sonja Mark erneut dazwischen und wurde langsam ungehalten.

>Sonja, ich denke euer Nico ist das richtige Stichwort.< fiel Mark jetzt mit der Tür ins Haus.

>Stop!< verstärkte sich Sonjas Ton >Das beredest du lieber mit Danny persönlich, wenn ihr euch morgen zu eurem monatlichen Billardabend trefft.< Sonja schob ruckartig ihren Stuhl nach hinten, stand auf und wollte das Treffen mit Mark beenden.

>Wie? Welcher Billardabend? Sonja, wir waren seit über einem Jahr Freitags nicht mehr weg.< rief Mark ihr hinterher.

Sonja hatte fast den Ausgang des Cafe´s erreicht als sie Marks letzten Satz vollständig aufnahm. Sie blieb verdutzt stehen und starrte die Ausgangstür an.

Wir waren seit über einem Jahr Freitags nicht mehr weg. Sonja drehte sich herum und ging irritiert zu Mark zurück.

>Was soll das heißen ihr wart seit über einem Jahr nicht weg? Danny fährt jeden letzten Freitag im Monat zu dir und holt dich zum Billard spielen ab.< wunderte sich Sonja.

>Wir waren zuletzt vor etwa zwei Jahren, kurz nach Nico´s Geburt ein paar Kugeln schieben. Seit dem hatten wir keine Gelegenheit mehr gefunden, weil entweder etwas familiäres dazwischen kam, Nico krank war oder es dir nicht gut ging.< erklärte Mark ihr die wirre Situation.

>Das verstehe ich nicht, wir haben ihn nie von euren Treffen abgehalten. Nico ging es kaum schlecht und wegen mir hatte er in letzter Zeit keine Treffen verschieben oder absagen müssen.<

>Hat er dir wirklich für morgen das nächste Treffen angekündigt?< runzelte Mark die Stirn.

>Definitiv für morgen! Danny hat gesagt ihr seid am Nachmittag gegen um sechs verabredet.<

>Echt komisch. Diese Woche muss ich die Spätschicht besetzen. Sonja, ich denke …<

>Mark, entschuldige bitte.< unterbrach ihn Sonja. >Aber ich muss jetzt los. Danny wird mir gleich einiges erklären müssen. Ich rufe dich morgen an, okay.<

>Sonja, ich … Ist gut, melde dich bitte bei mir.< verabschiedete sich

Mark unsicher, weil ihm immer noch das eigentliche Thema, weshalb er unbedingt mit Sonja sprechen wollte, unter den Nägeln brannte.

Aufgrund der Entwicklung ihres Gespräches wusste er jedoch nicht mehr, wie er sie darauf ansprechen sollte.

 

 – – –

 

Auf der Fahrt nach Hause überschlugen sich Sonjas Gedanken.

Was spielt dieses Arschloch für ein Spiel mit mir? Warum gibt er vor, sich mit seinem besten Kumpel zu treffen wenn er es nicht tut. Wo ist er in dieser Zeit? Betrügt er mich? Gibt es eine andere Frau obwohl wir doch so glücklich sind?

Bei dem Gedanken an eine Konkurrentin zog sich Sonjas Magen zusammen.

Sie würde sich morgen frei nehmen, so viel stand fest. Sonja wollte sich zwar bei Mark melden, wenn Danny weiterhin vorgab sich mit ihm zu treffen, aber sollte wirklich eine Affäre dahinter stecken, müsste sie das selbst heraus finden. Zu groß war ihr Stolz, sich weiterhin an der Nase herumführen zu lassen.

 

 

 

24 Stunden vorher

 

Nachdem Sonja die ganze Nacht kaum ein Auge zugedrückt hatte und die wenige Zeit, in der sie schlief, auch noch von Alpträumen geplagt wurde, verabschiedete sie sich am Morgen wie gewohnt von Danny und verließ das gemeinsame Haus.

Ihr Weg führte jedoch nicht wie Danny annahm zu ihrer Arbeit, sondern in den nächsten Autoverleih.

Den Vormittag verbrachte sie mit einer Freundin. Sich ablenke von dem Gedanken an die Nebenbuhlerin und einfach nur die Zeit rum kriegen, bis Danny am späten Nachmittag seine „Verabredung mit Mark“ wahr nahm.

 

 

14 Stunden vorher

 

Sonja saß in ihrem Leihwagen weniger Meter von ihrem Haus entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite und beobachtete die Garagenauffahrt. Danny müsste jeden Augenblick das Haus verlassen. Pünktlich, wie es sich für einen Beamten am Freitag verhielt, fuhr Danny am frühen Nachmittag in die Auffahrt. Seit dem hatte Sonja sie keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Vier ungewisse Wochen bis sich die nächste Gelegenheit bieten würde, wollte sie sich nicht antun. Sie brauchte Gewissheit.

Verschwommen sah Sonja die Blinklichter des Audi in der Auffahrt leuchten und riss ihre Augen auf. Fast hätte sie die Müdigkeit der letzten schlaflosen Nacht eingeholt und sie hätte den entscheidenden Moment verschlafen.

Dann lass mal sehen, wegen welcher Bitch du deine Ehe aufs Spiel setzt dachte Sonja, während sie Danny mit weitem Abstand folgte.

Zu groß war die Gefahr das er sie bemerkte, war er doch selbst durch seinen Job ein aufmerksamer Autofahrer.

Hoffentlich macht mir keine rote Ampel einen Strich durch die Rechnung und ich verliere den Mistkerl.

Nach einer halben Stunde Fahrzeit steuerte Danny das Versorgungsgebiet am Stadtrand an. Sonja vergrößerte den Abstand zu ihm, da auch der Verkehr immer übersichtlicher wurde.

An einer herunter gekommenen Lagerhalle hielt Danny an und parkte sein Auto vor einem Backsteinbau welcher früher wahrscheinlich als Verwaltungstrakt diente.

Bei näherer Betrachtung fielen Sonja die rote Neonlichter auf, welche die Fenster in der gesamten oberen Etage säumten.

Na prima, also keine Affäre sondern ein Puff.

Sonja überlegte kurz auszusteigen und Danny zur Rede zu stellen, entschied sich dann aber dagegen. Sie hatte Danny zwar nicht mit einer erwarteten Affäre erwischt, aber das hier machte es nicht weniger schlimm.

Sonja drehte den Zündschlüssel ihres Wagens und fuhr los.

Nichts ahnend, dass alles noch viel schlimmer kommen sollte.

 

– – –

 

Nico hatte sie über das Wochenende bei ihren Eltern untergebracht. Da weder Danny noch Sonja am Wochenende arbeiten mussten, dachte sie eigentlich an etwas erholsame Zeit, welche in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen ist.

Diese Planung hatte sich aber vor wenigen Minuten in Luft aufgelöst, als Sonja dabei zusah, wie Danny in einen Puff am anderen Ende der Stadt fuhr.

Tränen bildeten sich in ihren Augen als sie die Auffahrt zu ihrer Garage hoch fuhr. Sie würde sich vorerst ein paar Sachen zusammen packen und die nächsten Tage bei ihren Eltern verbringen.

Zielgerichtet lief Sonja ins Schlafzimmer, zog eine große Sporttasche unter dem Bett hervor und schmiss sie wütend vor den Kleiderschrank. Nachdem sie ein paar Sachen für das Wochenende eingepackt hatte knallte sie die Tür des Kleiderschrankes zu und hörte ein rumpeln im inneren des Schrankes.

Nicht schon wieder, dachte sich Sonja und öffnete erneut die Tür. Durch die Wucht des Zuschlagens sind die Bretter unter dem Gewicht der vielen Klamotten mal wieder von den Bodenhaltern gerutscht und standen jetzt fast senkrecht im Kleiderschrank. Sonja griff nach ein paar Kleidungsstücken, um sie auf das Bett zu legen, als ihr ein brauner A4 großer Briefumschlag dazwischen auffiel.

Sie zog den Umschlag zwischen den Klamotten hervor und setzte sich mit ihm aufs Bett. Sie betrachtete ihn von beiden Seiten und las die Aufschrift auf der Rückseite

Oliver Herrmann – Schneidergasse 5 sowie eine Handynummer. Wer ist Oliver? überlegte Sonja als sie Umschlag öffnete. Sie griff an der Seite hinein und holte ein paar Bilder heraus. Als sie die Bilder anschaute rang sie entsetzt nach Luft und lies die Bilder fallen.

Sonja atmete tief ein und hielt sich vor Schreck eine Hand vor ihren Mund, nachdem sie die nackten Kinder auf den Bildern realisiert hatte.

Den Briefumschlag noch immer in der anderen Hand haltend bemerkte sie, das sich noch etwas darin befand und schüttet den restlichen Inhalt neben sich auf das Bett.

Sonja blickte auf zwei Speicherkarten sowie ein Bündel Einhundert Euro Scheine, welche mit einem Gummi zusammen gehalten wurden.

Was soll der scheiß hier. Sonja wurde schwindelig. Erst Mark seine Andeutungen. Dann der Puff. Und jetzt das hier? Mark! Ich muss Mark anrufen, dachte Sonja und kramte ihr Handy aus der Jackentasche. Mit zittrigen Händen wählte sie Marks Nummer.

>Geht doch schon ran, verdammt nochmal!< schrie Sonja nach dem ersten Klingeln ins Telefon.

Nachdem Mark das Gespräch angenommen hatte und sich gerade nach dem Stand der Dinge erkundigen wollte, brach Sonja in einen Heulkrampf aus und erzählte Mark den gesamten Tagesablauf.

 

 

10 Stunden vorher

 

Danny kam wie immer nach den angeblichen Treffen mit Mark sehr spät nach Hause. Er zog seine Schuhe aus und bemerkte im Augenwinkel den Kerzenschein im Schlafzimmer.

Als er die Tür einen Spalt weit öffnete sah er Sonja, wie sie in seinem Lieblingskleid auf dem Bett saß.

>Hallo Schatz, gibt es etwas zu feiern?< fragte Danny überrascht und musterte Sonja von Kopf bis Fuß. Er liebte dieses rote Kleid, weil es Sonjas sexy Figur am besten betonte.

Sonja stand auf und reichte Danny ein Glas Wein. >Ich dachte mir, Nico ist bei meinen Eltern, da können wir uns doch mal wieder einen schönen Abend machen.<

Sie griff Dannys andere Hand und führte sie an der Seite entlang zu ihrem Po.

Sonja stieß mit ihrem Weinglas gegen Dannys >Auf einen schönen Abend< prostete sie ihm zu und trank es aus. Danny tat es ihr gleich und leerte sein halb gefülltes Glas in einem Zug.

Sonja legte ihre Hand auf Dannys Brust und schob ihn vorsichtig zum Bett. Nachdem sie ihm das Weinglas abgenommen hatte, ließ er sich rücklings auf das Bett fallen, stützte sich mit den Ellenbogen auf der Liegefläche ab und legte seinen Kopf in den Nacken.

Sonja hockte sich vor ihn und zog den Reißverschluss der Hose nach unten.

Ein verfluchtes Mal noch, dachte Sonja angewidert, öffnete Dannys Hose und holte seinen Schwanz heraus. Unter rhythmischen Bewegungen streichelte sie seinen bereits halb erigierten Penis, welcher umgehend zu einer beachtlichen Größe anschwoll.

Sie befeuchtete mit der Zunge ihr Lippen, züngelte um seine Eichel und lutschte lustlos an seinem Glied. Hoffentlich bringt der Wixer diese Nummer schnell hinter sich.

Sonja griff sich ein Kondom vom Nachttisch und öffnete die Verpackung.

Danny wollte sich gerade erheben als sie ihm das Kondom über seinen Schwanz streifte.

>Entspann dich mein Lieber, heute bist du mal dran< flüsterte Sonja Danny ins Ohr und drückte ihn sanft auf das Bett zurück. Sie drehte sich mit dem Rücken zu Danny, leckte sich über die Hand um damit ihre Pussy etwas zu befeuchten, zog ihr Kleid nach oben und setzte sich auf seinen mittlerweile voll erigierten Penis.

Hoffentlich braucht der Mistkerl jetzt keine Ewigkeit und kommt bevor die Müdigkeit ihn übermannt, dachte Sonja an die Portion Rohypnol, welche sie ihm vor einigen Minuten in den Wein gemischt hatte. Nach etwa zwanzig Minuten sollte es seine volle Wirkung erreichen und Danny friedlich träumen lassen.

Seinen Schwanz tief in sich aufgenommen kreiste Sonja mit ihrem Becken auf Dannys Schoß.

Er packte Sonja an den Hüften, unterbrach ihre Bewegungen und ergoss sich nach ein paar heftigen Stößen in ihr.

Wow, der Begriff Quicky sollte nach dir umbenannt werden, wunderte sich Sonja über diesen schnellen Schuss. Du hättest diese Nummer ruhig noch etwas genießen können, es ist nämlich vorerst deine letzte gewesen. Sonja stand auf und ließ Dannys Schwanz aus ihrer Muschi gleiten.

Vorsichtig entfernte sie sein Kondom und faltete es mehrfach an der Öffnung, damit die verschossenen Kinder im Schwimmbecken blieben.

>Sonja ich glaube der Tag war heute doch zu viel für mich.<

Danny fühlte sich sehr müde und zog seine Beine aufs Bett. Dann schlaf mal gut du Dreckschwein, grinste Sonja als Danny wenigen Minuten später einschlief. Wenn du wieder aufwachst, ist nichts mehr wie es war.

Sie nahm ihr Handy und wählte mehrmals hintereinander Dannys Nummer, ließ es einige Male klingeln und legte wieder auf.

Nach einer Kurznachricht an Danny legte sie ihr Telefon auf den Esstisch und verließ die Wohnung.

 

 

8 Stunden vorher

 

Sonja parkte ihren Wagen in einer Nebenstraße der Schneidergasse.

Nachdem sie den Briefumschlag im Kleiderschrank gefunden hatte, rief sie Mark an und gab ihm die Daten, welche auf den Umschlag geschrieben waren durch.

Bei Oliver Herrmann handelt es sich um einen mehrfach vorbestraften Kinderschänder. Er hatte nicht nur Haftstrafen wegen Missbrauchs von Kindern abgesessen sondern stand auch heute noch unter Verdacht, im Darknet mit kinderpornografischem Material zu handeln. Dies konnte ihm allerdings bisher nicht nachgewiesen werden, weil seit einigen Monaten immer wieder Hinweise aus Ermittlungsakten verschwanden.

Dieser Punkt schloss den Kreis, weswegen Mark sich vor zwei Tagen mit Sonja treffen wollte. Ehe er ihr jedoch seinen Verdacht nahebringen konnte entwickelte sich das Gespräch in eine andere Richtung.

Seit Danny im Dezernat das Sagen hatte, waren die Erfolge bei Razzien doch sehr spärlich ausgefallen, weshalb Mark einen Maulwurf in den eigenen Reihen vermutete. Immer wieder konnten sich Händlerringe vorher auflösen oder belastendes Material vernichten.

Als Mark den Anruf von Sonja erhielt wurde beiden klar, wer der Maulwurf ist.

Das Geld. Die Fotos. Es passte alles zusammen.

Sonja nahm Dannys Handy und schrieb Oliver eine Nachricht.

Danny der Trottel hatte doch tatsächlich vergessen den Gesprächsverlauf der letzten zwei Monate zu löschen, weshalb Sonja genau wusste, auf welche Weise er sich mit Oliver immer verabredete.

Als das Summen ihr nach dem klingeln problemlos die Haustür geöffnet hatte, wunderte sich Sonja, das Olivers Wohnungstür einen Spalt weit offen stand.

>Komm rein Danny< rief Oliver aus der Wohnung heraus, als er die Schritte im Hausflur hörte.

Nicht gerade ein professionelles Vorgehen für diese sonst so vorsichtigen Kinderficker, aber umso besser für mich, grinste Sonja und betrat den Flur der Wohnung.

Sonja schloss die Tür hinter sich und hörte immer lauter werdende Kinderschreie aus der Richtung in welcher sie das Wohnzimmer vermutete. Schreie einer Stimme, die ihr durchaus vertraut vor kam, welche sie aber im ersten Moment nicht zuzuordnen wusste.

Durch die Wohnzimmertür sah sie das Flackern eines Bildschirmes sowie einen schwarzen vor und zurück wippenden Lederstuhl davor. Kurze dunkle Haare die über der langen Lehne hervor standen, verrieten ihr, das Oliver auf dem Ledersessel vor dem Monitor saß.

>Hey Alter, schau mal was ich uns schönes rein geschoben habe.<

rief Oliver in den Raum und drehte sich mit dem Sessel zu Sonja um.

Oliver holte mit weit aufgerissenen Augen Luft, aber ehe er etwas sagen konnte, durchzuckten mehrere Stromstöße seinen Körper, als Sonja ihm den Elektroschocker an die Brust hielt.

Nach einem Blick auf den Bildschirm erinnerte sich Sonja, wo sie dieses entsetzlichen Schreie vor Kurzem schon einmal gehört hatte, sah sie doch gerade in das schmerzverzerrte Gesicht ihres Sohnes Nico.

Wutentbrannt schlug Sonja gegen den Bildschirm woraufhin sich dieser schwarz färbte und unter einem lauten Krachen zu Boden fiel.

Als Sonja in ihrem Kleiderschrank den Umschlag fand und neben den Fotos und dem Geld auch die Speicherkarten, sah sie sich auf ihrem Laptop an, was sich auf diesen befand. Als sie Nico in den Aufnahmen erkannte, stockte ihr der Atem.

Und dafür bestandest du Dreckschwein also auf die Elternzeit. In dem anschließenden Telefonat mit Mark erwähnte Sonja nur das Geld und die Fotos. Die angestaute Wut ermutigte Sonja dazu, den Rest selbst in Hand zu nehmen, geht es hier schließlich um ihr eigen Fleisch und Blut.

Polternd landete auch Oliver auf dem Boden, als Sonja ihn an den Beinen vom Sessel zog. Sie schleifte ihn zur Couch und wuchtete seinen gut genährten Körper bäuchlings über die Lehne.

Sie griff an den Bund seiner Jogginghose uns zog diese bis zu seinen Knien herunter.

Nun kommt der unangenehme Teil, verzog Sonja ihr Gesicht, als sie Olivers behaarten Hintern betrachtete. Angewidert von diesem durchaus unappetitlichem Anblick setzte sie ihren Rucksack ab und holte eine Tüte, Gleitmittel, ein paar Einweghandschuhe sowie eine Nadel heraus. Sie zog sich die Handschuhe über und spritzte sich etwas Gleitmittel auf die Finger. Nachdem Sonja Olivers Rosette ordentlich eingerieben hat, griff sie zur Tüte und öffnete sie.

Echt schade um die vielen kleinen Danny´s schmunzelte Sonja, als sie das Kondom entnahm und es vorsichtig bis zur Öffnung wieder aufrollte. Mit einer Nadel stach sie mehrere kleine Löcher in das prall gefüllte Ende und schob ihren Mittel- und Zeigefinger in das Kondom.

Mit dem Daumen und Zeigefinger der anderen Hand zog Sonja die Arschbacken von Oliver auseinander um freien Zugang zu seinem Hinterausgang zu haben.

Vor Ekel verzog Sonja ihr Gesicht als sie mit dem Kondom in Olivers Rektum eindrang. Mit heftigen Stößen fingerte sie seinen Darm.

So ein paar DNA Spuren sind doch immer das beste Beweismittel, dachte Sonja an die vielen Reportagen aus dem Fernsehen.

Benommen öffnete Oliver die Augen und fing an wirres Zeug zu brabbeln. Sonja zog rasch ihre Finger aus Olivers Anus und schickte ihn mit einem weiteren Knistern des Elektroschockers zurück ins Land der Träume.

Sie streifte das Kondom von ihren Fingern und verstaute alles wieder in ihrem Rucksack.

Jetzt kommt der wesentlich angenehmere Teil, der wahrscheinlich viele Kinder vor weiteren Qualen bewahrt, ging es Sonja durch den Kopf als sie in die Küche lief.

In einem Messerblock fand sie genau wonach sie gesucht hatte.

Sie zog ein langes Tranchiermesser aus dem Holzblock und schlenderte pfeifend zu Oliver zurück, der noch immer bewusstlos über der Couchlehne hin.

Wie ein Tinitus erklangen plötzlich Nicos Schreie in Sonjas Ohren. Tränen sammelten sich in ihren Augen.

Entschlossen griff sie Oliver in die Haare und zog seinen Kopf in den Nacken. Sonja setzte das Messer an Olivers Hals und schnitt ihm mit aller Kraft die Kehle durch.

Blut spritzte aus seiner Wunde und tränkte die Couch, auf welcher schon viele Kinder Leid ertragen mussten, dunkelrot.

Metallischer Geruch breitete sich im Raum aus und Sonja konnte ihre Tränen nicht mehr halten.

 

 

4 Stunden vorher

 

Sonja schloss die Wohnungstür hinter sich und vergewisserte sich das Danny immer noch schlief.

Sie nahm ihr Handy vom Esstisch und wählte erneut mehrere Male hintereinander Dannys Nummer und legte nachdem sie den Rufton hörte sofort wieder auf. Nach einer weiteren Kurznachricht an Danny, suchte Sonja Marks Nummer im Speicher.

>Sonja, hast du eine Ahnung wie spät es …<

>Mark, Danny ist verschwunden< unterbrach ihn Sonja aufgeregt. >Ich habe seit gestern Abend mehrfach versucht ihn zu erreichen, aber er reagiert weder auf Anrufe noch auf Nachrichten. Irgend etwas stimmt da nicht. Ihr müsst etwas tun, Mark!<

Sonja wusste, dass sie umgehend Dannys Handy orten würden.

Zwei Spuren sind besser als eine, ging ihr durch den Kopf als sie daran dachte, vor dem Verlassen von Olivers Wohnung Dannys Handy in der Blutlache auf der Couch hinterlassen zu haben.

Die unbeantworteten Anrufe und Nachrichten darauf würden sich mit ihrer Aussage decken wenn es durch Mark oder seine Kollegen gefunden wird.

 

 

30 Minuten vorher

 

>Danny ist gerade nach Hause gekommen< rief Sonja hysterisch Mark auf seinem Handy an. >Er redete wirres Zeug von dem Oliver, ging sofort ins Schlafzimmer und legte sich hin.< log Sonja weiter.

Mark hatte mittlerweile das Handy von Danny geortet und befand sich mit einer handvoll Kollegen, der Spurensicherung sowie der Rechtsmedizin in der Wohnung von Oliver und hatte dessen Leiche gefunden.

>Sonja, egal was Danny jetzt macht, verlass so schnell du kannst die Wohnung!> wies Mark sie an. >Das SEK ist informiert, wir sind in etwa einer halben Stunde bei euch.<

Das ging ja wirklich recht schnell, machte sich ein breites Grinsen auf Sonjas Lippen breit nachdem sie das Telefonat beendet hatte.

Sonja ging summend in die Küche, holte sich die angefangene Flasche Wein aus dem Kühlschrank und schenkte sich ein Glas ein.

Zufrieden stellte sich Sonja mit verschränkten Armen in den Türrahmen zur Küche und wartet…

 

[Gesamt:12    Durchschnitt: 4.1/5]

Eine Antwort

  1. Holger Richter sagt:

    Ungewöhnliche Erzählreihenfolge, aber genau das trägt zu der Spannung bei. Sprachlich und orthographisch einige Schwächen, aber viel Potential, gelungen erzählt.

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